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Die Datierung von Genesis 3
Veronika Loidolt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Katholische Religion UF Mathematik
Betreuer*in
Ludger Schwienhorst-Schönberger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.41478
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30219.20446.737159-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Paradieserzählung – eine der wohl meist rezipierten Geschichten der Welt – ist das Thema dieser Arbeit. Dabei werden nicht primär inhaltliche Fragen behandelt, sondern die Entstehung des biblischen Textes von Gen 3 und deren zeitliche Einordnung werden in den Blick genommen. Um sich der Fragestellung, wann Gen 3 geschrieben wurde, zu nähern, werden zunächst – nach einer kurzen Betrachtung des Textes und seines Kontextes – die Ergebnisse der Forschungsgeschichte im Hinblick auf die Entstehung des Pentateuchs betrachtet und einige Modelle exemplarisch vorgestellt. Wesentlich für die Pentateuchforschung war in dieser Hinsicht die Entdeckung der – in den verschiedenen Textabschnitten wechselnden – Gottesbezeichnungen (אֱלֹהִים („Elohim“), יְהוָה („JHWH“) und יְהוָה אֱלֹהִים („JHWH Elohim“)). Im Laufe der Forschungsgeschichte entwickelten sich unterschiedliche Theorien (Grundschriftenhypothese, Urkundenhypothese und Fragmentenhypothese), welche dieses Phänomen und gleichzeitig die Entstehung des Pentateuchs erklärten. Tatsächlich gestaltete sich die Entstehung des Pentateuchs noch wesentlich komplexer. Ein Erklärungsmodell ist das sogenannte Münsteraner Pentateuchmodell, eine Kombination aus den oben genannten Theorien. Die Untersuchung der inhaltlichen sowie der sprachliche Spuren, welche der Abschnitt Gen 3 im Alten Testament hinterlassen hat, zeigen viele Parallelen zur spätweisheitlichen Literatur, was auf eine späte Datierung von Gen 3 schließen lässt. Allerdings vertreten manche Forscher die Meinung, dass diese Beobachtungen wenig aussagekräftig oder anders zu interpretieren seien. Außerbiblische Bezüge werden großteils auf eine späte Entstehung von Gen 3 hingedeutet. Auch wenn die Frage nicht mit Sicherheit geklärt werden kann, ist auf Grund der vorliegenden – zwar ambivalenten – Ergebnisse dennoch mit großer Wahrscheinlichkeit von einer nachexilischen Entstehung des Textes von Gen 3 auszugehen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Exegese AT
Autor*innen
Veronika Loidolt
Haupttitel (Deutsch)
Die Datierung von Genesis 3
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
87 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ludger Schwienhorst-Schönberger
Klassifikation
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.38 Altes Testament
AC Nummer
AC13229338
Utheses ID
36711
Studienkennzahl
UA | 190 | 020 | 406 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1