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Exotismen im Repertoire der Comedian Harmonists
Alexander Oliver Greiml
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Margareta Saary
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.41515
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29326.43518.787160-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit musikalischen, textlichen und thematischen Exotismen im Repertoire des Berliner Gesangsensembles, das in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Deutschland und anderswo als die Comedian Harmonists bekannt wurde. Die Arbeit geht dabei der Frage nach, aus welchem Grund die Gruppe welche Exotismen einsetzte und wie diese von Publikum, Presse und Machthabern rezipiert wurden. Dazu wird zunächst gezeigt, dass in der Zwischenkriegszeit in Deutschland und anderswo ein heterogenes Massenpublikum entstand, das aus verschiedenen Gründen den Wunsch hegte, dem Alltag zu entfliehen; verbunden war dies oft mit einer Sehnsucht nach der Darstellung eines imaginierten wie realen „sonnigen Südens“ in der Populärkultur, der meist mit erotischen Fantasien verknüpft war. Gleichzeitig erblühte vor allem in Berlin ein reichhaltiges Kulturleben im Bereich der populären Kunst. Unter diesen Umständen gründeten sich die Comedian Harmonists und ließen Exotismen verschiedener Natur in ihre Songs einfließen. Nach einer Darstellung und Definition des Exotismus an sich geht die Arbeit auf Besonderheiten der Interpretation des Ensembles ein und nimmt eine Analyse von fünf der exotistischen Lieder der Gruppe vor; im Vorfeld wird dabei das zur Verfügung stehende Material – Notentext und Aufnahmen – einer kritischen Betrachtung unterzogen und die Auswahl der Nummern für die Analyse gerechtfertigt. Die einzelnen Analysen kommen zum Schluss, dass die von der Gruppe eingesetzten Exotismen dazu hinreichten, die genannten Bedürfnisse zu befriedigen und ausschließlich dem Zweck der unbeschwerten Unterhaltung dienen sollten und dies auch taten. Von Publikum bzw. Presse wurden dabei US-amerikanische Exotismen wie jazzige und bluesige Elemente und Songs – oder was dafür gehalten wurde – anfangs besonders positiv aufgenommen, dieselben Elemente wurden später von Teilen der Presse und besonders von den nationalsozialistischen Machthabern intensiv bekämpft. Daran anschließend wird die schon bestehende Analyse eines Songs der Gruppe, die von Stephan Pennington vorgenommen wurde, diskutiert und schließlich ein Ausblick auf mögliche zukünftige Forschung betreffend Exotismen im Bereich der Populärmusik gewährt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Exotismen Exotismus Exotik Comedian Harmonists Gesang Weimarer Republik Nationalsozialismus Jazz Populärmusik Unterhaltung
Autor*innen
Alexander Oliver Greiml
Haupttitel (Deutsch)
Exotismen im Repertoire der Comedian Harmonists
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
121 Seiten : Notenbeispiele
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Margareta Saary
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
24 Theater > 24.50 Historische Musikwissenschaft ,
24 Theater > 24.61 Vokalmusik ,
24 Theater > 24.63 Unterhaltungsmusik
AC Nummer
AC13085913
Utheses ID
36746
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
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