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'Yesterday's another country'
losing the farm in Mark Behr's "Kings of the water" and Marlene Van Niekerk's "The way of the women"
Ulrike Gartlehner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Ewald Mengel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.41533
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29980.48880.109861-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Angesichts der fortwährenden Aktualität und Brisanz in der Frage von rechtmäßigem Landbesitz in Südafrika tritt der südafrikanische Bauernroman (Plaasroman) als Quelle von unschätzbarem Wert für die Untersuchung der Identität des Afrikaners hervor. Moderne Werke des Genres weisen überdies eine große Relevanz in Bezug auf die vorherrschenden Diskurse über Identität und Versöhnung in einem Südafrika jenseits Apartheid auf. Die vorliegende Diplomarbeit ergründet im Speziellen die Themen Veränderung und Verlust in Marlene Van Niekerk’s The Way of the Women und Mark Behr’s Kings of the Water. Das Hauptaugenmerk der Analyse liegt dabei auf dem Plaas, dem südafrikanischen Bauernhof, als eine „Heterotopie“ im Sinne von Foucault und als symbolischer Ort, welcher als Spiegel des Makrokosmoses Südafrikas fungiert. Beginnend mit einer Darstellung der Schlüsselereignisse südafrikanischer Geschichte wird die Tatsache demonstriert, dass das bis dato sehr emotionale und politisch entzündliche Thema des Bodenrechtes historisch implementiert ist. Des Weiteren wird die Entwicklung der Identität der Afrikaner in historischem und psychologischem Kontext beleuchtet, was gemeinsam mit einer anschließenden Diskussion der Entwicklung des südafrikanischen Bauernromans, welche das Genre als perfektes Medium für die Erkundung der aktuellen Identitätsbildung der südafrikanischen Nation hervorhebt, die Basis für die Romananalysen im zweiten Teil der Arbeit bildet. Aufbauend auf Foucault’s Konzepten von „Macht“ und „Wissen und Macht“ wird analysiert inwiefern die Darstellung des Bauernhofes in Van Niekerk’s Roman die Konzeption des Selbst der Protagonisten bestimmt und reflektiert. Außerdem wird, basierend auf Foucault’s Theorien, die Korrelation zwischen der Darstellung konzeptioneller Machtverhältnisse und der Beziehung zum Bauernhof, die die Charaktere herstellen, dargestellt. Der Bauernhof in Mark Behr’s Werk wird, basierend auf der Theorie von „place identity“, also der Annahme, dass Identität vor allem auch durch den Bezug zu Raum und Ort gebildet wird, als Ort identifiziert, der sich positiv auf die Identitätsfindung des Protagonisten auswirkt und sich als die einzige Möglichkeit der Vergangenheitsbewältigung darstellt. Dem Ort, beziehungsweise im Fall der analysierten Romane dem Bauernhof, wird in dieser Diplomarbeit besondere Bedeutung beigemessen. Der südafrikanische Bauernhof und seine konstitutiven Elemente (Natur, Landschaft, Tiere) werden weit jenseits ihrer 102 Funktionen als Schauplatz der Handlung (Setting) analysiert. Die Darstellung der Farm in den untersuchten Werken wird als funktionelles Element identifiziert, welches große Auswirkungen auf die Erzählung sowie die Charaktere hat. Diese Diplomarbeit stellt eine tiefgreifende, interdisziplinäre Untersuchung der Beziehung zwischen den Hauptcharakteren und dem Ort des Bauernhofes dar und illustriert wie diese Beziehung die Interaktionen und Identitäten der Betroffenen bestimmt. Der Verlust physischer oder spiritueller Verbundenheit mit dem Bauernhof tritt dabei als Reflektor des Identitätsverlustes der Protagonisten hervor.
Abstract
(Englisch)
In the light of the topicality and explosiveness of the question of rightful landownership in post-apartheid South Africa, the Plaasroman, the South African Farm Novel, not only emerges as an invaluable source for an exploration of Afrikaner identity, but contemporary works are, undoubtedly, highly relevant contributions to the prominent discourses about identity and reconciliation in South Africa’s post-apartheid era. This thesis particularly explores the themes of change and loss in Marlene Van Niekerk’s The Way of the Women and Mark Behr’s Kings of the Water, and it pays special attention to the depiction of the Plaas, the South African farm, as a ‘heterotopia’ in Foucault’s sense and a symbolic place reflecting South Africa’s macrocosm. Starting with an outline of South Africa’s torturous and eventful history this thesis demonstrates that the currently still explosive issue of land rights is a historically implemented and highly emotional one. Furthermore, the development of Afrikaner identity is portrayed in historical context and complemented by psychological theories on identity formation. Those theoretical considerations, together with a discussion of the historical development of the Plaasroman genre in order to demonstrate the genre’s flexibility and evolution, which makes it a perfect medium to explore South Africa’s ongoing process of identity formation, provide the context for the eventual analyses of two novels in the second part of the thesis. Foucault’s concepts of ‘power’ and ‘knowledge and power’ are employed to reveal how the depiction of the farm in Van Niekerk’s novel determines and reflects the protagonists’ conception of their Self, and, to trace the correlation between conceptual power relations and the main characters’ relationship to the farm. The farm in Mark Behr’s Plaasroman is, according to the theory of ‘place identity’, identified as an identity supportive space and the protagonist’s only way of coming to terms with his past. Place, in case of the novels analysed, the farm, deserves special attention in this thesis. The South African farm and its constitutive elements (nature, landscape, animals), is investigated far beyond its mere function as a setting. In fact, the depiction of the farm in the novels explored is identified as a functional element with great impact on narrative and characters. This thesis provides an in-depth investigation of the 100 protagonists’ relationship with the farm and portrays how this relationship determines their interactions and identities. The loss of physical and/or spiritual connection to the farm thus emerges as a reflection of the characters’ loss of identity.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
literature South Africa Plaasroman Boer Afrikaner identity 'place identity' Van Niekerk Behr
Schlagwörter
(Deutsch)
Literatur Südafrika Plaasroman Boer Afrikaner Identität 'place identity' Van Niekerk Behr
Autor*innen
Ulrike Gartlehner
Haupttitel (Englisch)
'Yesterday's another country'
Hauptuntertitel (Englisch)
losing the farm in Mark Behr's "Kings of the water" and Marlene Van Niekerk's "The way of the women"
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
vi, 104 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ewald Mengel
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.71 Literaturgeschichte ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.75 Literaturkritik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC13231755
Utheses ID
36761
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1