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Zum Hunger in Wien im Ersten Weltkrieg
Fatima Awad-Masalmeh
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hans Safrian
DOI
10.25365/thesis.4162
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30072.43738.618666-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Zu Kriegsbeginn hatte in der Donaumonarchie niemand mit einem „langen Krieg“ gerechnet - Pläne für die Versorgung der Zivilbevölkerung gab es nicht. Versorgungsprobleme, Lebensmittelengpässe und Hunger waren die Folgen.
Wie sich die Situation in Wien gestaltet hat soll hier anhand der Stimmungsberichte aus dem Archiv der Bundespolizeidirektion Wien erörtert werden. Diese gewähren einen recht guten Einblick in die Versorgungslage und einige Aspekte der Stimmung der Wiener Bevölkerung. Sie liefern Anhaltspunkte, wie diese zusammenhingen: Teuerung und Lebensmittelmängel beeinflussten die Stimmung der Menschen in negativer Hinsicht. Immer wieder ist in diesen Zusammenhängen auch von Erregung und Gereiztheit der Menschen die Rede. Diese zeigten sich unter anderem in verbale Äußerungen gegen die Regierung und die Händler/Innen richteten. Bei diesen allein blieb es jedoch nicht. „Hungerkrawalle“ entstanden dort, wo mehrere Faktoren zusammentrafen und die Not und Verzweiflung bei den Menschen in Konfrontationen umschlug. Ständig steigende Preise, anhaltende Qualitätsverschlechterungen, Fehlen von Lebensmitteln, eine Menge von Leuten, die beim Verkauf keine Ware mehr erhielten, führten zu Missmut und Demonstrationen. Der stundenlange Warten und der Hunger trugen ebenso zur Steigerung des Leidensdruckes bei. Als unmittelbarer Anlass für Konfrontationen reichte dann solch unbedeutender Zusatzfaktor. Grenzen wurden überschritten und wer sich in den Weg stellte, wurde attackiert.
Unvorbereitet auf die Anforderungen einer Kriegswirtschaft ging die Monarchie in diesen Krieg und scheiterte nicht nur militärisch, sondern auch bei der Versorgung der Zivilbevölkerung. Die Auswirkungen auf die Bevölkerung von Großstädten wie Unterernährung, Krankheiten, und Grippewellen waren nicht mit der Monarchie beendet, sondern von den entstehenden Republiken zu bewältigen. (Bilder aus Wien in Arbeit, PDF)
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
First World War Vienna hunger waiting queue distribution demonstrations
Schlagwörter
(Deutsch)
Erster Weltkrieg Wien Hunger Warteschlangen Versorgung Demonstrationen
Autor*innen
Fatima Awad-Masalmeh
Haupttitel (Deutsch)
Zum Hunger in Wien im Ersten Weltkrieg
Paralleltitel (Englisch)
About the situation of hunger in Vienna in the periode of World War I
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
161 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hans Safrian
AC Nummer
AC07593847
Utheses ID
3681
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 020 |
