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Gendersensible Sprache als Möglichkeit der Reduktion von impliziten und expliziten Geschlechterstereotypen in Bezug auf das Berufsbild ‚Wissenschaftler_in‘
Franziska Kurka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.41691
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24231.27734.213269-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Geschlechtersensible Sprachformen verstärken nachgewiesenermaßen den gedanklichen Einbezug von Frauen. Zentrales Ziel der Masterarbeitsstudie war es daher, zu untersuchen, ob die Verwendung des Versalien-I im Vergleich zur Verwendung des generischen Maskulinums implizite und explizite Geschlechterstereotype in Bezug auf das Berufsbild „Wissenschaftler_in“ reduzieren kann. In einem Mixed-Methods-Ansatz wurden die impliziten Stereotype durch qualitative Daten in Form von Zeichnungen, die expliziten Stereotype und das wissenschaftliche Selbstbild durch Eigenschaftslisten, sowie die Wichtigkeit der geschlechtlichen Identifikation als quantitative Daten in einem Paper-Pencil-Verfahren erfasst. 114 Studierende der Psychologie und des Lehramt Psychologie/Philosophie konnten im Rahmen eines Zwei-Gruppen-Untersuchungsplanes in Rücksicht auf ein möglichst ausgewogenes Geschlechterverhältnis als Stichprobe rekrutiert werden (w = 62, m = 52; M = 23,9 Jahre). Durch die Vorgabe von systematisch variierten Priming-Texten wurde der Effekt beider Sprachmodelle untersucht. Weder bei den männlichen noch den weiblichen Teilnehmer_innen konnte eine Wirkung der Personenbezeichnungsmodelle auf eine Reduktion von expliziten und impliziten Geschlechterstereotypen nachgewiesen werden. Unerwarteterweise stereotypisierten Männer Wissenschaftler_innen explizit in der geschlechtersensiblen Sprachbedingung bedeutend stärker als in jener des generischen Maskulinums. Frauen typisierten das Berufsbild in jeder Sprachbedingung als vergleichsweise weniger maskulin, obgleich anhand deskriptiver Werte die Tendenz zur Entstereotypisierung in der Versalien-I-Bedingung bei beiden Gruppen ersichtlich war. Frauen, für welche die Identifikation mit dem eigenen Geschlecht wichtig ist, zeigten zudem eine höhere explizite maskuline Stereotypisierung des Berufsbildes. Männer und Frauen bewerteten die Passung zwischen wissenschaftlichem Selbstbild und expliziter Typisierung von Wissenschaftler_innen als ähnlich ausgeprägt. Die Ergebnisse werden in Bezug auf bisherige Befunde besprochen und limitierende Aspekte werden aufgezeigt.
Abstract
(Englisch)
The branch of research concerned with gendersensitive language has been verifying the possible effects of non-sexist language in promoting more egalitarian cognitions by showing the consequential enhancement of the mental inclusion of women. The goal of this study was to examine the possible effect of gendersensitive language use onto the breaking and reduction of implicit and explicit genderstereotypes of scientists. 114 students of psychology and teacher training of psychology and philosophy students were recruited in regard to a comparable number of women and men in the sample (w = 62, m = 52; M = 23,9 years). They were randomly given a paper-pencil-questionnaire that started by the reading of a text containing either non-sexist language in the capital-I-form or with the traditional masculine generic, thus realizing a two-group experimental plan. The text was stated to possibly have an effect on the following procedures by priming the mental representation of the sexes, namely on: a modified version of the Draw-a-Scientist-Test yielding qualitative data on implicit stereotypes and explicit characteristics of scientists to be rated quantitatively in relation to the typical scientist imagined as well as the self. Furthermore the last assessment concerned the possible linkage of importance of identifying with the own gender group with the above. These measures constituted a multi-method-approach in assessing the variables. Results indicated that there were no significant effects of non-sexist language on the overall reduction of gender-science-stereotypes. On the contrary men showed higher explicit stereotyping in the relevant condition. A descriptive tendency towards reduction was visible in both gender groups, yet did not turn significant. Quite consistent with related studies women did show significantly less implicit genderstereotyping of scientists than men. The variable importance of identification with the same sex group had an effect for women highly identified, who explicitly stereotyped more regardless of language version. The match of self and scientist related profiles did not differ in any significant way, neither by gender nor by language condition.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
gendersensitive language gender-science-stereotypes DaST – Draw-a- Scientist Test assessment of drawings
Schlagwörter
(Deutsch)
geschlechtergerechte Sprache Geschlechterstereotype DaST – Draw-a-Scientist Test Wissenschaftsstereotype Auswertung von Zeichnungen
Autor*innen
Franziska Kurka
Haupttitel (Deutsch)
Gendersensible Sprache als Möglichkeit der Reduktion von impliziten und expliziten Geschlechterstereotypen in Bezug auf das Berufsbild ‚Wissenschaftler_in‘
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
145 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.03 Methoden und Techniken der Psychologie ,
77 Psychologie > 77.31 Kognition ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung ,
77 Psychologie > 77.62 Soziale Wahrnehmung, Attribution
AC Nummer
AC13258912
Utheses ID
36911
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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