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Elisabeth Freundlichs Erzählung Der Stein der Weisen als narrative Inszenierung individueller sowie kollektiver Gedächtnisphänomene
Anja Gansterer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Johann Sonnleitner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.41755
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24221.24932.578162-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Österreichs markiert ein Leitmotiv im schriftstellerischen Schaffen Elisabeth Freundlichs. Die klaffende Lücke von 39 Jahren zwischen der Entstehung und der Veröffentlichung der Erzählung Der Stein der Weisen zeugt davon, dass die aus dem US- Exil zurückgekehrte Autorin im Österreich der Nachkriegszeit durch ihre politische Beharrlichkeit auf wenig Resonanz gestoßen ist. Nachdem das Paradigma der Erinnerung nicht nur auf inhaltlicher, sondern auch auf formaler Ebene ein textkonstitutives Element der Erzählung Der Stein der Weisen darstellt, erweist sich der Text als Repräsentationsmedium des Gedächtnisses. Zur Analyse der gedächtnisabbildenden Phänomene der Erzählung aus einer erinnerungskulturwissenschaftlichen Perspektive wird der theoretische Bezugsrahmen der vorliegenden Arbeit vorranging durch die Forschungsergebnisse der Assmanns, M. Halbwachs‘ sowie P. Noras abgesteckt. Im Hinblick auf individuelle Gedächtnisprozesse wird anhand des Protagonisten Félix eine Analyse der narrativen Inszenierung eines traumatisierten Adoleszenten durchgeführt, wobei bezüglich der Ausschöpfung des identitätsstiftenden Potentials von Erinnerung eine Auseinandersetzung mit der Begriffstrias Erinnerung, Narration und Sinnstiftung stattfindet. Hinsichtlich der narrativen Inszenierung kollektiver Erinnerungsprozesse wird das erinnernde Individuum im Spannungsfeld zwischen „collected“ sowie „collective memory“ analysiert. Sowohl die Inszenierung des erinnernden Ichs in seinem sozialen Umfeld als auch kulturelle Objektivationen werden hierbei einer Beobachtung unterzogen, bevor die narrative Auseinandersetzung der Gedächtnisfunktion von Orten und deren Inanspruchnahme für die persönliche und kollektive Sinnstiftung thematisiert wird. Sowohl im Bereich der Darstellung des individuellen sowie des kollektiven Gedächtnisses wird der Gebrauch von Metaphern sowie externalisierter bzw. materialisierter Repräsentanten von Gedächtnisinhalten untersucht. Zudem findet die Verwendung des Motivs des auditiven und visuellen Sinns intensive Betrachtung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Elisabeth Freundlich individuelles Gedächtnis kollektives Gedächtnis Nachkriegszeit Widerstand Exil
Autor*innen
Anja Gansterer
Haupttitel (Deutsch)
Elisabeth Freundlichs Erzählung Der Stein der Weisen als narrative Inszenierung individueller sowie kollektiver Gedächtnisphänomene
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
115 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johann Sonnleitner
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC13104311
Utheses ID
36965
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
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