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Von HelferInnen und Opfern
die mediale Inszenierung humanitärer Katastrophen am Beispiel des Tsunami 2004
Eva Karel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Schicho
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4187
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29132.05270.244064-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Mit inhaltsanalytischen Methoden wurde die Sprache zweier österreichischer Boulevardzeitungen (Kronen Zeitung und Kurier) in Bezug auf die Katastrophenberichterstattung zum Tsunami über fünf Monate hinweg untersucht (Ende Dezember 2004 bis Ende Mai 2005). Das Hauptaugenmerk lag auf der unterschiedlichen Beschreibung der AkteurInnen aus Industrieländern und aus Ländern der so genannten „Dritten Welt“. Mit Hilfe der Untersuchungsergebnisse konnte nachgewiesen werden, dass die Darstellung stereotypen Mustern folgte, welche aus feministischen und rassismustheoretischen Blickwinkeln problematisch sind, sowie stark auf „uns und unsere guten Taten“ fokussiert ist. Welche Wirkung die Art der Katastrophenberichterstattung auf die RezipientInnen hatte, wurde in dieser Studie nicht explizit untersucht, wohl aber lassen die eindeutigen Untersuchungsergebnisse plausible Wirkungsvermutungen zu. Die Tatsache, dass Massenmedien Meinungen beeinflussen können, kann im Falle der Katastrophenberichterstattung dazu führen, dass die Leserschaft in einer stark einseitigen Sichtweise in Bezug auf sogenannte „Entwicklungsländer“ bestärkt wird. Die Berichterstattung über jene Länder kreist zumeist um einige wenige Themenbereiche: Krieg, Sex, Katastrophen und was WIR für SIE tun. Sie führt damit ihr Erbe des einseitigen Berichtens fort. Diese Fortführung bedeutet ein Fortführen des Verbreitens fragmentierter Rollenbilder. Durch diese Vorgehensweise wird Passivität von BürgerInnen in Bezug auf Themen der EZA gefördert.
Abstract
(Englisch)
This study analyses how two Austrian tabloid newspapers (Kronen Zeitung and Kurier) wrote about the Tsunami catastrophe which happened in December 2004. Through content analysis, this study examines how „we“ (i.e. helpers, donors, people from industrialized countries) were described and written about in comparison to „them“ (i.e. people from so called „Third World countries“, flood victims). It is argued that the way of writing enforced clichés about people from so called „Third World Countries“, that this may have great influence on public opinion which in turn affects the way development aid is being looked at. Those clichés followed both racist and sexist patterns. Enforcing clichés might lead to lots of donations but it does not foster political reflection. It does not make people question the system itself and the role they are playing within it but rather gives the impression that donating is enough and „something is being done anyway“.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
content analysis tsunami publications austrian taboid papers Kronen Zeitung Kurier racism sexism we and the others stereotypes and cliches
Schlagwörter
(Deutsch)
Inhaltsanalyse Tsunami Berichterstattung Boulevardzeitungen Kronen Zeitung Kurier Rassismus Sexismus wir und die anderen Zuschreibung von Eigenschaften Stereotype
Autor*innen
Eva Karel
Haupttitel (Deutsch)
Von HelferInnen und Opfern
Hauptuntertitel (Deutsch)
die mediale Inszenierung humanitärer Katastrophen am Beispiel des Tsunami 2004
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
128 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Schicho
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik: Allgemeines
AC Nummer
AC07598937
Utheses ID
3704
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1