Detailansicht
Bilder des Denkens
zur Verschränkung von Zeit- und Filmphilosophie bei Gilles Deleuze
Philip Waldner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Arno Böhler
DOI
10.25365/thesis.41844
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24223.09026.745854-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem zentralen Motiv im Denken von Gilles Deleuze, seiner Kritik am so genannten „Bild des Denkens“. Diesem Bild gemäß – das hier am Beispiel von Deleuzes Kant-Rezeption herausgearbeitet wird – versucht die Philosophie Deleuze zufolge immer schon traditionellen Modellen der Ähnlichkeit und der Rekognition zu entsprechen, wenn sie glaubt, voraussetzungslos zu operieren. Deswegen setzt Deleuze dem klassischen Bild des Denkens das von außen angestoßene Denken, den Schock entgegen. Es ist das Kino, das den paradigmatischen Fall eines solchen Schocks darstellt und zum Denken nötigt.
Dadurch räumt meine Arbeit den beiden Kinobüchern – dem Bewegungs-Bild und dem Zeit-Bild – im Werk von Deleuze eine Sonderstellung ein, indem der Wandel der Deleuzeschen Bildauffassung nachgezeichnet wird. Wo zunächst das Ideal eines „bildlosen Denkens“ im Vordergrund zu stehen scheint, kommt später ein neues Bild des Denkens als Immanenzebene ins Spiel, welche unendliche Bewegungen für sich beansprucht.
Die zentrale These dieser Arbeit lautet, dass der Grund für die Umwertung des Bildbegriffs bei Deleuze deswegen in seinen Schriften über das Kino zu suchen ist, weil es dort zu einer Temporalisierung und Vervielfältigung der Bilder kommt, die so erst Klarheit über Deleuzes eigenes Philosophieverständnis bringen. Anstelle eines bloß filmästhetischen Zugangs stellt diese Arbeit den Versuch dar, eine immanente Bildontologie im Spannungsfeld von Empirismus und Transzendentalphilosophie bei Deleuze zu entwickeln, die sich nur in enger Verschränkung mit bildtheoretischen und zeitphilosophischen Konfliktfeldern denken lässt.
Abstract
(Englisch)
A major motive in Gilles Deleuze’s thinking concerns his critique of a certain “image of thought”. According to this image – which this thesis elaborates by using the example of Kant – philosophy’s struggle in starting without presuppositions always correlates with models of resemblance and recognition. Therefore, Deleuze contrasts the classic image of thought with shocks from the outside – cinema being the paradigmatic case of such a shock.
This thesis refers to Deleuze’s cinema books – the Movement-Image and the Time-Image – as playing a special role regarding trajectories of the term “image” within his oeuvre. Whereas Deleuze tries to get rid of the image in his early writings, the image of thought later reappears as a plane of immanence with infinite movements.
My thesis is, that the reasons for such a reevaluation of the image-concept are located within Deleuze’s cinema books, as images take on an essentially temporal character while establishing his own understanding of philosophy. Instead of a mere film-aesthetic approach, this paper is trying to develop – based on Deleuze’s film-philosophy – an immanent ontology of images between empiricism and transcendentalism, which is closely entangled with philosophical questions of time, image and movement.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Deleuze Cinema
Schlagwörter
(Deutsch)
Deleuze Kino
Autor*innen
Philip Waldner
Haupttitel (Deutsch)
Bilder des Denkens
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Verschränkung von Zeit- und Filmphilosophie bei Gilles Deleuze
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
160 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arno Böhler
Klassifikation
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie
AC Nummer
AC13240534
Utheses ID
37044
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
