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Transmediales Erzählen in Ganymed Goes Europe
das Tableau Vivant als intermediale Zitatkunst in Text und Aufführung
Anne Pauline Domrös
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medientheorie
Betreuer*in
Monika Meister
DOI
10.25365/thesis.41875
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24228.11326.455066-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit hat sich die Ausstellung „Ganymed Goes Europe“ von Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf aus dem Jahr 2014 zum Gegenstand erwählt und geht der Frage nach, inwieweit es sich innerhalb der Ausstellung um transmediales Erzählen handelt, anhand welcher Verfahren es operiert und welche Funktionen es darüber hinaus im Kontext aktueller Museumspolitik erfüllt.
Grundlage dieser Analyse bilden die literaturwissenschaftlichen Schriften Gérard Genettes und Jacques Derrida, neben denen Uwe Wirths sowie den Forschungen zur Intermedialität von Volker Dörr. Das Werk „BilderSzenen“ und die darin enthaltene Definition des Tableau-Vivant-Effekts von Bettina Brandl-Risi stellt eine weitere grundlegende Basis für die Strukturanalyse der Aufführung „Der plötzliche Tanz“ dar. Es zeigt sich, dass die Lebenden Bilder der Aufführungen eine Reflektion von Bild, Text und Darstellung ermöglichen, die den Museumsbesucher konzeptionell integriert. So eröffnet sich ein Spiel der Betrachtungsperspektiven, die je nach Standpunkt variieren. Dabei erfüllen die Tableaux Vivants sowohl eine in- wie auch exkludierenden Funktion. Als Transferzonen generieren sie neue Zugänge zu den kunsthistorischen Meisterwerken. Jedoch tritt in der besonderen transmedialen Erzählweise auch eine Art paratextueller Kommentar zutage, sodass sich die historischen Themen der Gemälde für aktuelle politische Diskussion öffnen. Dementsprechend erfüllt die Ausstellung die Funktion einer Verlebendigung der Bilder wie auch der Institution selbst. Denn das Museum wieder als Ort politischer Diskurse zu begreifen, bedeutet, ihm wieder eine gesellschaftliche Relevanz zuzuschreiben, die für Museen zunehmend in Frage gestellt wird. Die Ausstellung „Ganymed Goes Europe“ hat gezeigt, dass neue Konzepte sich wieder auf ihre Besucher als aktive Rezipienten zurückbesinnen und sie in die Diskurse der Ausstellungen integrieren. Es ist dieser partizipierende Zugang, der das Museum wieder zu einer Begegnungszone werden lässt, die Raum zum Staunen, aber auch für Kritik und gesellschaftlichen Austausch bietet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Transmedialität Tableau Vivant Ganymed Goes Europe
Autor*innen
Anne Pauline Domrös
Haupttitel (Deutsch)
Transmediales Erzählen in Ganymed Goes Europe
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Tableau Vivant als intermediale Zitatkunst in Text und Aufführung
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
90 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Meister
AC Nummer
AC13254738
Utheses ID
37070
Studienkennzahl
UA | 066 | 582 | |
