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Arzneimittel-Therapie und Guideline-Konformität bei Patienten mit kardiovaskulären Ereignissen nach Nierentransplantation
Sandra Böck
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Pharmazie
Betreuer*in
Rosa Lemmens-Gruber
DOI
10.25365/thesis.41916
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24221.01071.594754-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund und Ziel:
Nach einer Nierentransplantation sind die Patienten einem erhöhten kardiovaskulären Risiko ausgesetzt. Ursachen dafür sind „traditionelle“ Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Diabetes mellitus, Dyslipidämie und Hypertonie und Risikofaktoren wie die Therapie mit Immunsuppressiva, Abstoßungsreaktionen und Infektionen. Die Ziele der Arbeit waren die quantitiative und qualitative Analyse der Verschreibungen von relevanten und ausgewählten Wirkstoff-Gruppen, sowie die Beurteilung der Guideline-Konformität.
Methodik:
Es wurden 82 nierentransplantierte Patienten des AKH-Wien mit mindestens einem kardiovaskulären Ereignis in die retrospektive Querschnittstudie aufgenommen. Die Analyse erfolgte in drei verschiedene Gruppen: KHK-Population, pAVK-Population, cAVK-Population. Es wurde beurteilt, ob sich an der Therapie nach dem kardiovaskulären Ereignis etwas verändert hat. Die Patienten mit zwei kardiovaskulären Ereignissen wurden in einer eigenen Gruppe bewertet. Die Guideline-Konformität der Patienten wurde hinsichtlich der Risikofaktoren Hypertonie, Diabetes mellitus, Dyslipidämie und auf Vorliegen einer kardioprotektiven Therapie beurteilt.
Resultate:
Nach dem kardiovaskulären Ereignis waren die Patienten mit einem KHK-Ereignis am besten eingestellt. In dieser Population bekamen die meisten Patienten eine Statin-Therapie (69 %), eine kardioprotektive Therapie (89,7 %) und eine intensive Therapie mit Antidiabetika (80 %). In der pAVK-Population hat sich an der Intensität der Therapie nach dem Ereignis nichts geändert. Es bekamen weniger Patienten eine kardioprotektive Therapie (64,7 % vs. 56 %). Es konnte keine wesentliche Veränderung bei der Therapie mit Statinen festgestellt werden (41,2 % vs. 40 %). Bei der Therapie mit Antidiabetika wurden die Patienten in der cAVK-Population am schlechtesten therapiert (66,7 %).
Hinsichtlich der Beurteilung der Guideline-Konformität wurden 55,7 % mit einem Statin behandelt, davon hatten 53,8 % ein LDL-Cholesterin im Zielbereich (˂ 100 mg/dL). Durch eine höhere Dosis Atorvastatin konnte ein optimaler LDL-Cholesterinwert erreicht werden. 52,9 % der Patienten konnten den vorgegebenen Zielblutdruck von ≤ 130/80 mmHg erreichen. 74,2 % der Diabetiker hatten einen HbA1c ≤ 7,5 %.
Zusammenfassung:
In der KHK-Population wurden die Patienten am intensivsten therapiert im Vergleich zur pAVK- und cAVK-Population. Hinsichtlich der Therapie der Risikofaktoren gibt es noch Verbesserungsbedarf. Der Risikofaktor Dyslipidämie war bei den Patienten am schlechtesten therapiert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Nierentransplantation Arzneimittel-Therapie Guideline-Konformität kardiovaskuläre Ereignisse Hypertonie-Therapie Dyslipidämie-Therapie Diabetes mellitus-Therapie Kardioprotektive Therapie
Autor*innen
Sandra Böck
Haupttitel (Deutsch)
Arzneimittel-Therapie und Guideline-Konformität bei Patienten mit kardiovaskulären Ereignissen nach Nierentransplantation
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
115 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rosa Lemmens-Gruber
AC Nummer
AC13115444
Utheses ID
37105
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
