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Das samozvanstvo und seine Erscheinungsformen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert
Daniela Mathuber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Osteuropäische Geschichte
Betreuer*in
Kerstin Susanne Jobst
DOI
10.25365/thesis.42094
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24225.53283.120272-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit möchte einen Beitrag zum besseren Verständnis des samozvanstvo leisten, indem die Frage gestellt wird, welche Merkmale die vielen Einzelfälle verbinden und wo die Besonderheiten des Phänomens liegen. Dazu werden, beginnend mit Lžedmitrij I., alle bekannten Fälle einbezogen, die entweder innerhalb des Moskauer Reiches, des Russländischen Reiches, Sowjetrusslands oder der Sowjetunion angesiedelt sind oder durch die Wahl des Namens einen Bezug zu diesem Raum aufweisen.
Im ersten Teil wird die Entstehung des samozvanstvo am Beginn des 17. Jahrhunderts behandelt. Der historische Bezugspunkt dafür sind die Hintergründe des Auftretens des ersten falschen Dmitrij, kulturell ist das samozvanstvo mit karnevalesken Verhaltensweisen verwandt, deren Vorkommen außerhalb der Festzeit als Hinweis auf das Wirken des Teufels gedeutet wurde.
Im zweiten Teil werden Gemeinsamkeiten der Fälle wie Beweggründe für samozvanstvo, Kriterien für die Auswahl des Namens, verschiedene „Identitätsbeweise“ und Motive in den Geschichten der samozvancy und samozvanki behandelt, die sich im Laufe der Zeit kaum veränderten. Dabei soll auch die sowjetische Deutung des Phänomens hinterfragt, mögliche metaphorische Bedeutungen sowie der Umgang der AnhängerInnen mit dem Auftreten von samozvancy/samozvanki herausgearbeitet werden.
Zuletzt wird eine Typologie erstellt, die davon ausgeht, dass es einen Unterschied macht, sich beispielsweise den Namen einer lebenden oder einer toten Person anzueignen. Sie soll veranschaulichen, aus welchen Gründen ein bestimmter Typ gewählt wurde, unter welchen Umständen er gehäuft auftrat und welche möglichen metaphorischen Bedeutungen damit bedient wurden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
samozvanstvo Typologie Russland Geschichte 17.-20. Jhd
Autor*innen
Daniela Mathuber
Haupttitel (Deutsch)
Das samozvanstvo und seine Erscheinungsformen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
107 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kerstin Susanne Jobst
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.74 Russland
AC Nummer
AC13233968
Utheses ID
37258
Studienkennzahl
UA | 066 | 687 | |
