Detailansicht
Erzählen von der Fremde
das Ungarnbild in deutschsprachigen Reiseberichten des 18. Jahrhunderts
Daphne Mahr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Wynfrid Kriegleder
DOI
10.25365/thesis.42144
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24224.85624.391062-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der westlichen Welt des 18. Jahrhunderts galt das Königreich Ungarn als „terra incognita“, ein fremdartiges Land voller Gefahren, in das sich nur wenige Reisende wagten.
Die Fremdartigkeit Ungarns war immer wieder Gegenstand von deutschsprachigen Reiseberichten. Darin erzählten diejenigen, die mutig genug gewesen waren, sich in die entlegensten Gebiete zu wagen, von all ihren Abenteuern. Bei diesen Berichten kommt es nicht nur zu einer Produktion „neuartiger Ungarnbilder“, sondern es werden auch stereotype Darstellungen reproduziert, die in der Leserschaft ein Gefühl von „Fremdartigkeit“ verursachen. Es stellt sich daher die Frage, welche narrativen Mittel die Reiseautoren anwenden, um „Fremde“ erzählerisch zu erzeugen.
Um eben diese Frage zu klären, wurden für die vorliegende Arbeit zwei Ungarnreiseberichte, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts erschienen sind, einer erzähltheoretischen Analyse unterzogen. Diese Analyse der Reiseberichte „Reise von Preßburg nach Hermannstadt in Siebenbürgen“ des Autors Johann Lehmann sowie „Reise des Grafen Hoffmannsegg in einigen Gegenden von Ungarn bis an die türkische Grenze“, verfasst von Johann Centurius Hoffmann von Hoffmannsegg, zeigt deutlich, wie bedeutsam beim Erzählen über Ungarn die Zuschreibung der „Wildheit“ war. So unterschiedlich diese Reiseberichte in ihrem Entstehungshintergrund und ihrer Form auch sind, die beständige Verwendung des Adjektivs „wild“ lässt sich als eine Gemeinsamkeit festmachen. Um Andersartigkeit erzählerisch auszudrücken, nutzen zudem beide Autoren die Methode des Vergleichens. Denn nur über den Vergleich mit der eigenen Heimat kann deutlich gemacht werden, wie sehr sich Ungarn von dieser unterscheidet.
Schlussendlich zeigt die intensive Betrachtung beider Texte ein Bild Ungarns, das geprägt ist von zahlreichen Elementen der Fremdwahrnehmung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Reisebericht, Literaturwissenschaft, Ungarn, Reiseberichte Ungarn Germanistik Reiseberichtforschung Reisen Erzähltheorie Fremdwahrnehmung literarische Fremdwahrnehmung
Autor*innen
Daphne Mahr
Haupttitel (Deutsch)
Erzählen von der Fremde
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Ungarnbild in deutschsprachigen Reiseberichten des 18. Jahrhunderts
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wynfrid Kriegleder
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC13235416
Utheses ID
37304
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
