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Zur doppelten Diskontinuität
Brückenschläge und Schnittstellen in der Analysis-Ausbildung
Daniela Huber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Mathematik
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Mathematik UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Roland Steinbauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.42156
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24234.19302.428072-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die doppelte Diskontinuität erschwert den Studierenden des Unterrichtsfaches Mathematik schon seit jeher sowohl den Studien- als auch den Berufseinstieg. StudienanfängerInnen des Lehramtes Mathematik sowie Vortragende der Universitäten haben unterschiedliche Erwartungen an die Ausbildung, die Großteils nicht erfüllt werden. Während Studierende erwarten, dass das Studium von der Schulausbildung und dessen Aufbau nicht stark abweicht, haben Vortragende ein falsches Bild vom tatsächlichen Wissensstand der StudienanfängerInnen nach dem Schulabschluss. Unter dem starken Bruch der Schulmathematik zur Hochschulmathematik und deren oftmals fehlenden Verbindungen leidet die Sinnstiftung in der Ausbildung und damit die Motivation der Studierenden, wie eine an der Universität Wien durchgeführte Studie zeigt. Hohe stoffliche Anforderungen und großer zeitlicher Aufwand des Studiums zweier Lehramtsfächer und der Pädagogik, sowie eine oft auftretende abwertende Einstellung der Lehrenden und der Fachstudierenden den Lehramtsstudierenden gegenüber führen zu starkem Druck und Selbstzweifeln. Projekte, wie die Einführung der Studieneingangsphase an der Universität Wien ab 2001 und der adaptierte Einstieg in die Analysis an der TU Darmstadt 2010/11 von Kümmerer, dienen der sanften Einführung der Studierenden in die Welt der Hochschulmathematik. Am Beispiel des Aufbaus der Zahlen wird aufgezeigt, wie die mathematische Sprache an-gewandt wird und wie die höhere Mathematik „funktioniert“. Demonstrationsaufgaben, wie sie im Projekt „Mathematik besser verstehen“ von 2009 bis 2012 an der Universität Duisburg-Essen erprobt wurden, sollen Studierenden aufzeigen, wie sie effizient an neue mathematische Probleme herangehen, die in ihrem weiteren Studium immer wieder auftreten werden. Hinsichtlich der ersten Sprungstelle der doppelten Diskontinuität wurde auch die standardisierte Reife- und Diplomprüfung auf ihre Stärken und Schwächen untersucht. In den drei gewählten Zugängen zu den Schnittstellen gehen Leufer und Prediger, Bauer und Partheil sowie Götz und Steinbauer die Lösung des Problems der zweiten Sprungstelle auf verschiedenen Wegen an. Während Leufer und Prediger spezielle Unterrichtsmomente für die die Fachvorlesung begleitenden Übungen erarbeiteten, verschränkten Götz und Steinbauer die von ihnen gehaltenen Fach- und Fachdidaktikvorlesungen sowie die begleitenden Übungen. Bauer und Partheil hingegen entwickelten eine eigene Lehrveranstaltung als Schnittstelle. Allen gemein ist jedoch der Versuch die Fachdidaktik mit der Fachmathematik zu verschränken, die Theorie vertieft zu verstehen und den Transfer des Hochschulwissens in den späteren Unterricht zu gewährleisten. Die Einflechtung des Projekts von Götz und Steinbauer in die Curriculumsänderung an der Universität Wien stellt einen weiteren Versuch der Überwindung der zweiten Sprungstelle der doppelten Diskontinuität dar. Die Materialienanalyse anhand der drei Spannungsfelder der Analysis zeigt auf, dass die Schulbücher durchaus das Potenzial bieten, SchülerInnen an die höhere Mathematik her-anzuführen. Schnittstellenaufgaben wie die von Leufer und Prediger, Bauer und Partheil sowie Götz und Steinbauer ermöglichen, die notwendigen Lücken zwischen Schul- und Hochschulmathematik zu schließen. Die gezielte Anwendung von Brückenschlägen und Schnittstellen bietet die Voraussetzung, Motivation und Sinnstiftung beim Studieneintritt zu heben und nachhaltigen Wissenstransfer zu gewährleisten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Doppelte Diskontinuität Brückenschläge und Schnittstellen
Autor*innen
Daniela Huber
Haupttitel (Deutsch)
Zur doppelten Diskontinuität
Hauptuntertitel (Deutsch)
Brückenschläge und Schnittstellen in der Analysis-Ausbildung
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
v, 81 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Steinbauer
Klassifikationen
31 Mathematik > 31.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
31 Mathematik > 31.40 Analysis: Allgemeines ,
31 Mathematik > 31.41 Reelle Analysis
AC Nummer
AC13363900
Utheses ID
37315
Studienkennzahl
UA | 190 | 406 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1