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Luthers Antijudaismus - dargestellt an seiner Schrift "Von den Juden und ihren Lügen"
Kristina Schönberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Katholische Religionspädagogik
Betreuer*in
Wolfgang Treitler
DOI
10.25365/thesis.42222
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24234.30669.154073-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Luthers Antijudaismus. Das Thema „Judentum“ beschäftigte Martin Luther ein Leben lang. Sein Hass auf Juden war vor allem theologisch begründet. Er war nie „judenfreundlich“, sondern er hatte auch in seiner Anfangszeit als Theologieprofessor tiefe Ressentiments gegenüber Juden. Ich möchte diese Tatsache mit meiner Masterarbeit bewusst machen.
Die Masterarbeit gliedert sich in drei Hauptpunkte:
1. Luthers Biographie und seine „antijüdischen Schriften“ bis in die 1530er
2. Theologie seiner Spätschrift „Von den Juden und ihren Lügen“
3. Ideologie der Nationalsozialisten und Instrumentalisierung Luthers durch jene
Der zweite Punkt bildet das Zentrum der Arbeit. Die Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ zeigt Luthers Argumente und Ablehnung gegenüber dem Judentum. Er polemisiert stark gegen das jüdische Selbstverständnis, wie die Erwählung durch Gott, die Beschneidung, Gebote Moses und den Bund mit Gott. Juden sind, laut Luther, von Gott verworfen, und haben deswegen einen miesen Charakter und müssen ständig lügen und Christen verspotten. Als „Beweis“ für die göttliche Verwerfung sieht der Reformator die Zerstörung Jerusalems vor ca. 1500 Jahren. Er prangert die jüdische Überheblichkeit und den üblen Charakter an. Er erfindet keine neuen Stereotype, sondern greift auf bereits vorhandene mittelalterliche und altkirchliche zurück.
Luthers Polemik und Spott bot Nährboden für die Taten der Nationalsozialisten. Der Reformator war gewiss nicht die einzige und wichtigste Quelle der Nationalsozialisten für den Holocaust, aber auch er wurde von ihnen als Legitimation herangezogen. Besondere Legitimationsquelle war er für „Die Deutschen Christen“ und Julius Streicher. Sie wählten gezielt bestimmte Passagen aus, um ihr Handeln zu rechtfertigen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Luther Antijudaismus Von den Juden und ihren Lügen
Autor*innen
Kristina Schönberger
Haupttitel (Deutsch)
Luthers Antijudaismus - dargestellt an seiner Schrift "Von den Juden und ihren Lügen"
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
97 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Treitler
Klassifikation
11 Theologie > 11.55 Protestantismus
AC Nummer
AC13290520
Utheses ID
37373
Studienkennzahl
UA | 066 | 793 | |
