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Die Vermittlung geschlechtsspezifischer Tugenden in deutschsprachigen jüdischen Lehrwerken
pädagogische Kinder- und Jugendliteratur im Kontext der Haskala
Susanne Klapper
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Dorothea Nolde
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.42307
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24217.80211.338754-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel der Arbeit ist die Analyse der Tugendvermittlung an Knaben und Mädchen in Lehrwerken, die zur Zeit der Haskala, das ist die jüdische Aufklärung, im deutschsprachigen Kulturraum stattfand. Hierzu werden Einblicke in die Haskala und die reformpädagogischen Überlegungen im Judentum gegeben, die sowohl die traditionelle jüdische Erziehung ablösten als auch zu Schulgründungen führten. Durch diese Entwicklungen gelang es der jüdischen Bevölkerung sich dem Bürgertum zu nähern und letztlich ein Teil von diesem zu werden. Bei den Quellen, die von David Friedländer, Herz Homberg und Peter Beer verfasst worden und die zwischen 1779 und 1821 entstanden sind, handelt es sich um die ersten deutschsprachigen Schulbücher im Judentum. Sie werden ausführlich besprochen, um der Frage nachzugehen, wie die Tugendvermittlung verwirklicht wurde. In die Analyse fließen zudem Entwicklungen ein, die sich aus der Quellenarbeit ergeben, zudem die Wichtigkeit der genannten Tugenden und ob es solche gibt, die nur von bestimmten Autoren genannt werden. Durch dieses Vorgehen soll der in der Gesellschaft stattfindende Diskurs über die Tugenden aufgedeckt werden. In der Arbeit wird schließlich herausgearbeitet, dass der gesamtgesellschaftliche Diskurs, der unter anderem ein größeres, berufliches Betätigungsfeld für die Männer vorsieht ebenso in die Lehrwerke einfließt wie die neu bestimmte Rolle der Frau, die innerhalb der Familie die Aufgabe übernehmen soll, die religiöse Tradition zu wahren. Außerdem weisen die an die Knaben und Mädchen gerichteten Tugenden auf die Hierarchisierung und unterschiedliche Aufgabenverteilung der Geschlechter hin.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aufklärung Haskala Judentum Lehrwerk Geschlecht Tugend Erziehung David Friedländer Herz Homberg Peter Beer
Autor*innen
Susanne Klapper
Haupttitel (Deutsch)
Die Vermittlung geschlechtsspezifischer Tugenden in deutschsprachigen jüdischen Lehrwerken
Hauptuntertitel (Deutsch)
pädagogische Kinder- und Jugendliteratur im Kontext der Haskala
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
116, I Seiten : Diagramm
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dorothea Nolde
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.35 Europäische Geschichte 1789-1815 ,
15 Geschichte > 15.96 Geschichte des jüdischen Volkes außerhalb des Staates Israel ,
81 Bildungswesen > 81.22 Geschlechterunterschied im Bildungswesen
AC Nummer
AC13229996
Utheses ID
37441
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1