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Infrastrukturkonflikte und Demokratie auf Gemeindeebene
eine Analyse von sechs Fallbeipielen zu Konflikten um Windkraftprojekte in Niederösterreich in Hinblick auf Partizipation und Entscheidungsfindungsprozesse
Sandro Gabriel Kapeller
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Ulrich Brand
DOI
10.25365/thesis.42742
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17469.96209.382373-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Einbindung der Bevölkerung in politische Entscheidungsfindungsprozesse stellt eine der zentralen Herausforderungen für die heutigen demokratischen Systeme dar. Gerade im Bereich von Infrastrukturprojekten treten dabei vermehrt Konflikte auf lokaler Ebene auf. Anhand von sechs Fallbeispielen zu Konflikten um Windkraftprojekte in Niederösterreich wird in dieser Arbeit untersucht, wie politische AkteurInnen auf Partizipationsbestrebungen der Bevölkerung reagieren, auf welche Instrumente zur Einbindung der Bevölkerung zurückgegriffen wird, und welche Elemente sich dabei positiv oder negativ auf den Entscheidungsfindungsprozess auswirken. Nach der Aufarbeitung der Fallbeispiele durch eine Medienrecherche und ExpertInnen-Interviews zeigt sich, dass den BürgerInnen vor allem Möglichkeiten zur Mitentscheidung und weniger zur Mitgestaltung geboten werden. So sollte in der Regel mit Hilfe einer BürgerInnenbefragung die Zustimmung zu einem bereits im Vorfeld entwickelten Projekt eingeholt werden, während die gemeinsame Entwicklung eines Projekts oder eines gemeindepolitischen Rahmens, in den sich ein solches Projekt einbetten ließe, nicht vorgesehen war. Partizipation wird also nicht als Möglichkeit begriffen bessere oder legitimere Entscheidungen zu erzielen, sondern vorrangig als Instrument um das politische Risiko der EntscheidungsträgerInnen zu minimieren.
Abstract
(Englisch)
The integration of citizens into political decision making processes is one of the key challenges of today’s democracies. Problems exist for example in the area of infrastructure-projects, with an increasing number of conflicts on the local level. An inquiry of six case-studies of conflicts on wind-energy projects in Lower-Austria shows how political actors react on the citizens’ will to participate, which instruments are used to integrate the public, and which elements in general have a positive or negative impact on decision-making-processes. After investigating the case-studies by media research, document analysis and expert interviews, I find that citizens are mostly offered the possibility of a participation in decision making, rather than one in decision shaping. The political actors mainly tried to get citizen approval for already planned projects by referendums, while the joint development of projects or a community framework, in which the project could be integrated, was not intended. Therefore participation is seen as an instrument to decrease the risk for political actors, rather than as an instrument to get better and more legitimate decisions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Wind energy participation case-study conflicts citizen survey referendum /municipality democracy direct democracy
Schlagwörter
(Deutsch)
Windenergie BürgerInnnebeteiligung Partizipation Fallstudie Konflikte BürgerInnenbefagung Bürgerbefragung Gemeinde Demokratie Direkte Demokratie
Autor*innen
Sandro Gabriel Kapeller
Haupttitel (Deutsch)
Infrastrukturkonflikte und Demokratie auf Gemeindeebene
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse von sechs Fallbeipielen zu Konflikten um Windkraftprojekte in Niederösterreich in Hinblick auf Partizipation und Entscheidungsfindungsprozesse
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
138 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Brand
AC Nummer
AC13262632
Utheses ID
37834
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
