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Kinder im geriatrischen Pflegekrankenhaus - Utopie oder Bestandteil normalen Alltagslebens?
eine Konzeptentwicklung für begleitete intergenerative Aktivitäten von Vorschulkindern und geriatrischen Bewohnern im geriatrischen Pflegekrankenhaus "Haus der Barmherzigkeit"
Petra Zykan
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hanna Mayer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4277
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29650.29455.748569-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit ist eine Literaturarbeit zum Thema begleitete, gemeinsame Aktivitäten von geriatrischen Patienten und Vorschulkindern in einer Wiener Langzeitpflegeeinrichtung. Über die Brisanz der Bevölkerungsentwicklung geht es zum eigentlichen Gegenstand der Arbeit - der zunehmenden Notwendigkeit, die Pflege alter, chronisch kranker Menschen aufgrund veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen in institutionelle Einrichtungen zu verlagern. Bevor ein Überblick das derzeitige Angebot an verschiedenen Pflegeformen erläutern wird, soll die Überlegung angestellt werden, welche Menschen heute Pflege benötigen und wie diese Zielgruppe zukünftig aussehen wird. Die Klärung dieser Frage ist notwendig, um den Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen künftig nachkommen zu können. Schließlich soll das Hauptinteresse der Institution Pflegeheim oder Pflegekrankenhaus gelten. Welche Aufgaben haben diese, wo liegen die Wurzeln und wie hat sich die Betreuung im Wandel der Zeit in diesem Bereich verändert? Gibt es Modelle, die neben medizinischen und pflegerischen Belangen „Normalität“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen? Was bedeutet überhaupt Normalität im Leben alter Menschen, bzw. was bedeutet es für den pflegebedürftigen Bewohner eines Pflegeheimes? Eine Antwort wie sich Normalität für die Bewohner eines geriatrischen Pflegeheimes darstellen könnte, liegt vielleicht in der Philosophie des „Eden Prinzips“, das im Verlauf der Arbeit beschrieben wird. Normalität kann durch viele verschiedene Facetten zum Ausdruck gebracht werden. Daher gilt es, sich in der vorliegenden Arbeit, auf eine zu konzentrieren. Wäre das Angebot von Intergenerativen Programmen (IP) und damit ein Aufbau von Beziehungen zwischen Angehörigen unterschiedlicher Altersgruppen nicht ein wesentlicher Beitrag, Normalität in den Pflegealltag zu integrieren? Ist es nicht selbstverständlich, dass Menschen im Alltag Kontakte und Beziehungen zu Angehörigen unterschiedlichster Altersstufen haben? Welchen Anteil haben oder hätten intergenerative Programme an Konzepten, die Normalität im Pflegealltag anstreben? Da es in der vorliegenden Arbeit um das Zusammenkommen zweier verschiedener Generationen geht, wird dargestellt, wie es um die Generationenbeziehungen und Verhältnisse besteht und wie es mit der Solidarität bzw. Konflikten zwischen den Generationen aussieht. Schließlich werden Erfahrungen mit intergenerativen Programmen und Studienergebnisse vorgestellt und es soll auch die Frage beantwortet werden, welche Chancen sich aus Sicht der Pflege im Sinne einer Normalitätsstiftenden Umgebung ergeben können. Der letzte Teil der Arbeit gilt der Konzeptentwicklung eines regelmäßigen intergenerativen Programms im geriatrischen Langzeitpflegekrankenhaus „Haus der Barmherzigkeit“ in Wien. Ausgehend von den institutionellen Rahmenbedingungen soll ein Konzept erstellt werden, das neben räumlichen Überlegungen eine Herangehensweise beinhaltet, welche die Sicht der Kinder und ihrer Eltern als auch die der alten Menschen und der Pflegenden berücksichtigt. Nur wenn auf einer möglichst breiten Basis Überlegungen angestellt werden, ist die Chance einer Realisierung auch tatsächlich gegeben. Erkenntnisse aus der Literatur sollen bei der Konzepterstellung dienlich sein, um möglichst alle wichtigen Aspekte zu berücksichtigen.
Abstract
(Englisch)
The present literature based diploma deals with supervised interaction and joint activities of geriatric residents and pre-school children in a viennese long term care institution. The current demographic situation, its future trends and significant shifts in the societal framework necessitate the relocation of the care for geriatric, often chronically ill people from home care into designated institutional facilities in ever increasing numbers. As well as presenting an overview of the present range of forms of geriatric care, the current composition of the target group for nursing homes and its possible future evolution will be examined, especially regarding the best possible ways to adjust the various forms of care to the changing needs of the residents. In the main this paper will concern itself with the nursing home as an institution. Where are its roots, what are its tasks and how have they and the care for the elderly changed in the course of time? What are the needs of the elderly, perhaps bedridden residents? Can a humane and viable model of care be reduced to medical attendance and nursing routines? Are there ways to add an aspect of normalcy to the daily lives of the residents and how does such an addition affect the wellbeing of residents and workflow of the staff? What does constitute “normalcy” in the eyes of somebody living in the highly structured environment of a nursing home? The answer might be found in the philosophy of the “Eden principle”, which will be addressed in the course of this paper. One of the many facets of normalcy of life is the interaction between all the different age groups one encounters in the course of a day. Might the offer of Intergenerative programs (IP) and the ensuing development of interpersonal and intergenerational relationships be a suitable means to normalize the daily routines in a nursing home? What share do Intergenerative programs have in existing concepts, which aim to “normalize” the nursing environment. The present paper will examine the intergenerational relationships in detail, especially regarding possible conflicts and present factual experience with intergenerative programs as well as the results and conclusions of existing studies. The last part of this paper will concern itself with the conceptual development of an Intergenerative Program for the geriatric nursing home “ Haus der Barmherzigkeit” in Vienna. Based on the existing institutional framework, the concept will aim to encompass and reconcile the needs and expectations of the participating children and their parents as well as those of the residents and staff. Only by involving all concerned and considering their differing needs can a viable concept be developed implemented and proven to be a valuable addition in the daily course and rhythm of a nursing home.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Altenpflege Pflegekrankenhaus geriatrische Betreuungseinrichtungen intergenerative Aktivitäten
Autor*innen
Petra Zykan
Haupttitel (Deutsch)
Kinder im geriatrischen Pflegekrankenhaus - Utopie oder Bestandteil normalen Alltagslebens?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Konzeptentwicklung für begleitete intergenerative Aktivitäten von Vorschulkindern und geriatrischen Bewohnern im geriatrischen Pflegekrankenhaus "Haus der Barmherzigkeit"
Paralleltitel (Englisch)
Children and geriatric care : An utopia or a part of everyday life?
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
150 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hanna Mayer
Klassifikationen
44 Medizin > 44.68 Gerontologie, Geriatrie ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC07629736
Utheses ID
3786
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1