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Der Broader Autism Phenotype bei Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen im Vergleich zu Eltern von Kindern ohne Beeinträchtigungen
Alexandra Katharina Lee
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
DOI
10.25365/thesis.42781
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28692.83060.461960-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Vorliegende Arbeit untersucht den Broader Autism Phenotype (BAP), einen Symptomkomplex der jenem von Autismus qualitativ sehr ähnlich ist, dessen Ausprägung allerdings geringer ist und daher unterhalb der klinischen Auffälligkeit liegt. Ziel ist es einerseits, die familiäre Häufung des BAP bei Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen, wie sie in bisherigen Studien gefunden wurde, auch für den deutschsprachigen Raum zu bestätigen, sowie andererseits auch Unterschiede hinsichtlich des Geschlechts, der Diagnose sowie des Bildungsgrades zu analysieren.
Zu diesem Zweck wurde der Broad Autism Phenotype Questionnaire (BAPQ) – ein eigens zur Erfassung des BAP entwickelter Fragebogen – zwei Elterngruppen vorgegeben: Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen sowie Eltern von Kindern ohne Beeinträchtigungen. Vergleiche wurden sowohl zwischen als auch innerhalb der Gruppen berechnet.
In Übereinstimmung mit bisherigen Studienergebnissen zeigte sich, dass Eltern von Kindern mit ASS in allen Bereichen signifikant höhere Werte aufwiesen als Eltern der Vergleichsgruppe, was für eine familiäre Häufung des BAP spricht. Außerdem fanden sich Unterschiede hinsichtlich der Diagnose. Eltern von Kindern mit Asperger-Syndrom wiesen in der Skala Distanziertheit sowie in der Gesamtskala höhere Ausprägungen auf als Eltern von Kindern mit frühkindlichem oder atypischem Au-tismus. Bezüglich der Inzidenzen bestätigte sich zwar, dass Eltern aus betroffenen Familien signifikant höhere Ausprägungen im erweiterten Phänotyp zeigen, ein Anstieg im BAP bei multipler Inzidenz konnte jedoch – entgegen bisheriger Studienergebnisse – nicht nachgewiesen werden. Auch Geschlechtsunterschiede fanden sich nicht wie erwartet zuungunsten der Väter. Väter und Mütter in beiden Gruppen wiesen sehr ähnliche Ausprägungen auf. Schließlich stellten sich die in der Gesamtstichprobe gefundenen Unterschiede hinsichtlich des Bildungsgrades als Artefakt heraus, sodass sich auch diesbezüglich keine signifikanten Unterschiede fanden.
Vor allem Fragen nach dem Einfluss des Geschlechts, der Diagnose sowie des Bildungsgrades sollten in Folgestudien aufgegriffen werden, da sich daraus wichtige praktische Implikationen ableiten lassen. Weiters sollte die deutsche Übersetzung des BAPQ hinsichtlich ihrer psychometrischen Qualität überprüft werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Autismus Broad Autism Phenotype Eltern
Autor*innen
Alexandra Katharina Lee
Haupttitel (Deutsch)
Der Broader Autism Phenotype bei Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen im Vergleich zu Eltern von Kindern ohne Beeinträchtigungen
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
61 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC13365498
Utheses ID
37872
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
