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Rules - part of the game?
ein ethisch-philosophischer Diskurs über die Normativität von Regeln im Sport
Petra Glanninger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Bewegung und Sport UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Konrad Kleiner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.42942
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20203.10919.781671-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Thema Regeln in sportlichen Wettkämpfen sowie damit verbundene Problematiken wie das Begründen, Gestalten, Befolgen und Sanktionieren von Regelverstößen sind keine einzelnen Phänomene, die ausschließlich Sportethiker bzw. -innen und/oder Sportsphilosophen bzw. -innen beschäftigen, sondern sie finden auch im Alltag eines jeden Sportlers und einer jeden Sportlerin Eingang. In dieser Arbeit soll aufgezeigt werden wie vielschichtig das Thema Regelkonstruktion, -begründung und -umsetzung im Sport sein kann und welche (neuen) Perspektiven aus den verschiedensten ethisch-philosophischen Ansätzen gewonnen werden können. Zum Thema Regelkonstruktion werden das sprachphilosophische Konzept von Searle und das regelutilitaristische Konzept von Rawls untersucht. Auf das Verhältnis zwischen Regeltheorie und praktischer Umsetzung der Regeln wird in der Debatte zwischen den Formalisten (Suits, Morgan und Kretchmar) und Antiformalisten (Quinn, D’Agostino und Lehman) näher eingegangen. Zuletzt sollen durch den Rückbezug auf allgemein ethische Ansätze die zentralen Fragen geklärt werden, ob ein Sportteilnehmer bzw. eine Sportteilnehmerin dazu verpflichtet werden kann, sich an die entsprechenden sportspezifischen Regeln zu halten und ob die formalen Regeln ausreichen, um ein Fair Play zu garantieren. Die Methode, die zur Beantwortung der Fragestellungen verwendet wird, ist die hermeneutische Textanalyse. Das Ergebnis der Arbeit zeigt auf, dass es kein einheitliches Verständnis davon gibt, wie Regeln hinsichtlich ihrer Funktion klassifiziert werden können. Weiters konnte festgestellt werden, dass aus der Teilnahme an einer bestimmten Sportart noch keine Verpflichtung zur Einhaltung der Regeln abgeleitet werden kann. Erst durch den Rekurs auf ethische Prinzipien kann die Regeleinhaltung zu einem normativen Sollensgebot werden. Um das gesamte inhaltliche Spektrum der Regeln im Sport erfassen zu können, bedarf es folglich nicht nur den Verweis auf die formalen Regeln, sondern ebenso auf den nicht-kodifizierten Regelanteil, wie dies Digel in seinem Modell des weiten Regelbegriffs deutlich macht.
Abstract
(Englisch)
The topic of rules in sports competitions and related issues such as the justification, the creation, and the following of rules, as well as the sanctioning of rule violations are not single phenomena that are dealt with exclusively by sports ethicists or sports philosophers. In fact, these are also important issues in the daily life of athletes themselves. This thesis aims to demonstrate how complex the subject of construction, explanation and realization of rules in sports can be and which (new) perspectives from different ethical and philosophical approaches can be obtained. Concerning the subject of constructing rules, the concept of philosophy of language by Searle and the rule-utilitarian concept of Rawls will be examined. The relationship between rule theory and the practical implementation of rules will be discussed in further detail by illustrating the debate between formalists (Suits, Morgan and Kretchmar) and anti-formalists (D'Agostino and Lehman Quinn). Lastly, the reference back to general ethical approaches aims to answer the central question whether a sports participant may be obliged to abide by the relevant sport-specific rules and whether the formal rules are sufficient to guarantee a fair play. The method used to answer these questions is the hermeneutic text analysis. The result of the thesis shows that there is no uniform understanding of how rules can be classified in terms of their function. Furthermore, it was found that participation in a particular sport does not imply an obligation to comply with the rules. Only by recourse to ethical principles, the compliance of rules can become a normative imperative. In order to capture the entire content-related spectrum of rules in sport, not only a reference to formal rules is required, but also to the non-codified rule component, which Digel clearly follows in his model of the concept of wide rules.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
classification of rules construction of rules sanctioning of rules justification of rules fair play formalism non-formalism
Schlagwörter
(Deutsch)
Regelklassifikation Regelkonstruktion Regelsanktionierung Regelbegründung Fair Play Formalismus Antiformalismus
Autor*innen
Petra Glanninger
Haupttitel (Deutsch)
Rules - part of the game?
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein ethisch-philosophischer Diskurs über die Normativität von Regeln im Sport
Paralleltitel (Englisch)
"Rules - part of the game?" An ethical-philosophical discourse about normativity of rules in sports
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
142 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Konrad Kleiner
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.38 Ethik ,
76 Sport, Freizeit, Erholung > 76.02 Philosophie und Theorie des Sports, der Freizeit und Erholung
AC Nummer
AC13327924
Utheses ID
38016
Studienkennzahl
UA | 190 | 482 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1