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Philosophie im Zeichen des Rassismus
Phänomenologie des Rassismus bei Sartre und Fanon
Dietmar Groiss
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Mathematik UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Michael Staudigl
DOI
10.25365/thesis.42986
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20203.74162.276564-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Dem Rassismus als Phänomen, das analysiert und konzeptualisiert werden kann, widmete sich die abendländische Philosophietradition erst vergleichsweise spät. Das Zusammenspiel von Rassismus und Philosophie artikulierte sich lange in Form von Legitimierungsdiskursen, die die eigene Gewaltsamkeit als Reaktion auf eine andere, vorhergehende Gewalt zu begründen suchten. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Rassismus als gesellschaftsbildendes Phänomen und versucht die philosophischen Möglichkeiten auszuloten, Einfluss auf rassistische Diskurse und Diskriminierungspraxen auszuüben. Die europäische Philosophie, die sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts explizit mit dem Phänomen Rassismus auseinandersetzt, hat vor allem durch die Etablierung phänomenologischer Erklärungsmodelle versucht, den Rassismus als Sozialtechnologie und in seiner Wirkung auf die betroffenen Individuen zu beschreiben. Im Zentrum des vorliegenden Textes stehen die Konzeption des Juden bei Sartre, sowie die des Schwarzen bei Fanon, welche nicht nur aufgrund der zeitlichen Nähe ihrer Entstehung gut zu vergleichen sind. Die Arbeit will durch eine gemeinsame Analyse der Werke Betrachtungen zur Judenfrage und Schwarze Haut, weiße Masken, sowie ausgewählter Sekundärliteratur zeigen, inwiefern Fanon als Autor, der den kolonialen Kontext in den von Sartre angefachten Rassismus-Diskurs einbringt, als Korrektiv und gleichzeitig als Bruch desselben gesehen werden kann. Übergreifend betrachtet wird die Philosophie als Instanz qualifiziert, die es schafft, Strukturen und Mechanismen im sozialen Phänomen Rassismus aufzuspüren und somit durch Bewusstseinsbildung zur Verbesserung der Situation betroffener Individuen beitragen kann.
Abstract
(Englisch)
Occidental philosophy occupied itself quite late with racism as a phenomenon which can be analysed and conceptualized. The interaction between racism and philosophy was for a long time articulated in terms of discourses of legitimization whose aim was to describe one’s own violent behaviour as a reaction to preceding violence of others. This thesis treats racism as a phenomenon of constitution of a community and furthermore tries to find out how philosophy can affect present racist discourses and discrimination. Since the middle of the 20th century European philosophy has treated racism explicitly; especially through the implementation of phenomenological terms and explanatory models it has been trying to describe racism as a method of socialization and by means of the impacts it has on racialized individuals. Sartre’s conception of the Jew and Fanon’s conception of the Black, both first formulated in the late 1940s / early 1950s, build the centre of this thesis. In a comparative analysis of the books Anti-Semite and Jew [Réflexions sur la question juive] and Black Skin, White Masks [Peau noir, masques blancs] and selected secondary literature it tries to show how Fanon, who implemented the colonial context in the intellectual discourse introduced by Sartre, can be seen both as corrective and break. Overall, this text concedes to philosophy that it has the power to make structures and mechanics of the social phenomenon of racism visible; therefore the intellectual debate carries the potential to improve the situation of racialized individuals through the creation of awareness and sensitization.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
racism phenomenology Sartre Fanon jew antisemitism négritude
Schlagwörter
(Deutsch)
Rassismus Phänomenologie Sartre Fanon Jude Antisemitismus Négritude
Autor*innen
Dietmar Groiss
Haupttitel (Deutsch)
Philosophie im Zeichen des Rassismus
Hauptuntertitel (Deutsch)
Phänomenologie des Rassismus bei Sartre und Fanon
Paralleltitel (Englisch)
Philosophy and Racism - Phenomenology of Racism in the Works of Sartre and Fanon
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Staudigl
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.24 Neue westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.44 Sozialphilosophie
AC Nummer
AC13316444
Utheses ID
38051
Studienkennzahl
UA | 190 | 406 | 299 |
