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Estrategias de información en el Cómic periodístico
Bernhard Eßletzbichler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Romanistik
Betreuer*in
Peter Cichon
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.43023
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20203.86169.478378-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
INFORMATIONSSTRATEGIEN IM COMIC Ein multimodaler Diskurs Die digitale Welt, die der heutige Mensch bevölkert ist geprägt von multimodalen Medien. Vom Zeitungsartikel, über den TV-Werbefilm, bis hin zum vorzeigemedium der Postmoderne: dem Internet, stehen RezipientInnen einer ungeahnten Fülle von interagierenden Zeichenmodi gegenüber. Um in diesem Gewirr an Zeichen und Darstellungsformen nicht verlorenzugehen bietet sich die Erforschung des Mediums Comic besonders an, da dieser ikonische, symbolische und indexikalische Elemente in seinen Darstellungen modusübergreifend vereint. Der dokumentarische, politische Comic sticht aus der Vielzahl von sequentiellen Narrationen vor allem durch seinen impliziten Wahrheitsanspruch und seinen Argumentationslinien heraus, beides teilt er mit Feldern in denen die effektive und klare Vermittlung von Inhalten an oberster Stelle steht. Die eben genannten Parallelen lassen sich so vom Comic ausgehend bis zur Didaktik oder der Werbung spannen. Forschungsgegenstand stellen sieben Geschichten, die im Rahmen der von Oxfam Intermón gestarteten Kampagne Sí me Importa und als Viñetas de Vida gesammelt im Jahre 2014 im Astiberri Verlag erschien sind dar. Die Kampagne bestrebt eine Umkehr von der spanischen Sparpolitik, insbesondere der der Partido Popular und Mariano Rajoys (Oxfam 2012), mit einem Fokus auf einer Wiederanhebung der Gelder für Entwicklungszusammenarbeit von deren Kürzungen von 70% im Jahr 2014 (OECD 2015) auch die Spanische ONG Oxfam Intermón betroffen ist. Die multimediale Kampagne versteht es Comic, Theater, Film und Bildende Kunst zu einen und setzt in ihrer Inhaltsvermittlung den Viñetas de Vida als Speerspitze ein. Diese vielseitigen Werke von Miguel Gallardo, Sonia Pulido, Álvaro Ortiz, Cristina Durán und Miguel A. Giner Bou, Paco Roca, David Rubín so wie Antonia Santolaya und Enrique Flores sollen die Basis zur Beantwortung der folgenden Forschungsfragen bilden: Welche Bild- und Textsrategien werden verwendet um Informationen dem Leser/der Leserin zu vermitteln, und welche politische und moralische Intention steckt dahinter? Welche Elemente haben die untersuchten Geschichten gemein und welche scheiden sie? Welche Erkenntnisse Lassen drei verschiedene Zugänge durch drei verschiedene AutorInnen: D. Rubin, S. Pulido y M. Gallardo, auf ein und dasselbe Problem in ein und demselben Medium (Comic) zu? So sollen die vorliegenden Seiten zum einen dazu dienen die Frage zu klären was Comicjournalismus ist, zum anderen wird der Versuch unternommen das Medium Comic als Vermittler moralischer sowie politischer Intentionen zu erfassen. Die Funktion des Comics ist gebunden an seine Modi, daher wird untersucht welche Bild/Text-Strategien eingesetzt werden um die RezipientInnen zu überzeugen. Dies soll anhand eines vier-gliedrigen Forschungsaufbaus möglichst genau erarbeitet werden. (1) In einem ersten Schritt sollen strukturelle und inhaltliche Eigenheiten erfasst werden, hierfür wird die Makrostruktur untersucht (Metzeltin 2008). Danach wird unter den Gesichtspunkten der Narratologie die eigentliche Geschichte untersucht (Martinez & Scheffel 2009), eine anschließende Untersuchung der Panel-Transitionen nach McCloud (ebd. 2014) und angewandter Comictheorien nach Schüwer (ebd. 2008) sollen den ersten Punkt abrunden. (2) Im Anschluss werden drei Narrationen exemplarisch tiefgreifender behandelt und einer kritischen Diskursanalyse unterzogen (Wenzel & Jäger 2006; Mayerhausen & Renggli 2006). In einem weiteren Punkt (3) werden diese Samples auf Parallelen und Divergenzen untersucht, um (4) in einem letzten abschließenden Schritt Konstanten im dokumentarischen Comic zu abstrahieren, die auch außerhalb des Kontextes Viñetas de Vidas ihre Gültigkeit bewahren. Die Abhandlung als solche bedient sich eines stark limitierten Korpus an Untersuchungsobjekten die mit einem weiten Spektrum an Methoden analysiert werden sollen. Der direkte Vergleich mehrerer Werke, die sich dasselbe politisch-moralische Ziel setzen, unter ähnlichen Rahmenbedingungen entstanden, einen vergleichbaren kulturellen Hintergrund besitzen und das selbe Medium nutzen bietet sich an um eine breite Palette von Variablen auszuschließen und schafft so gute Rahmenbedingungen für diese Arbeit. Auch durch die Rezeption in einer Fremdperspektive können kulturelle und sprachliche Tendenzen mitunter objektiviert werden. Dreh und Angelpunkt des dokumentarischen Comics verbleibt die Darstellung der Realität als Mittel der Überzeugung, als Quelle der Autorität und Authentizität. Um dieses Phänomen zu untersuchen eignet sich kaum eine Theorie besser als der der Wirklichkeitseffekt Roland Barthes. Dieser wird dem Diegese Begriff Gennettes den Kategorien „showing“ und „telling“, des Peirceschen Zeichenbegriffs, sowie den Modi Bild und Text gegenüber- bzw. aneinander -gestellt, um so die Rolle dieser „Brücken zur Realität“ zu untersuchen. Da sich zwar die Comicforschung über das Potential des Mediums als Reportage- und Wissensmedium einig ist (vgl. Allgaier 2011:46), jedoch eine dezidierte Analyse dieses Potentials bislang ausbleibt versteht sich diese Arbeit auch als Inventarerfassung der Kommunikationsprozesse in der Übermittlung von Information in der neunten Kunst.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Comic documentary Comic multimodality political Comic spanish Comic Comic theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Comic dokumentarischer Comic multimodalität politischer Comic spanischer Comic Comictheorie
Autor*innen
Bernhard Eßletzbichler
Haupttitel (Spanisch)
Estrategias de información en el Cómic periodístico
Paralleltitel (Deutsch)
Informationsstrategien im dokumentarischen Comic
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
144 Seiten : Illustrationen
Sprache
Spanisch
Beurteiler*in
Peter Cichon
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.03 Theorie und Methoden der Sprach- und Literaturwissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.08 Semiotik ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.32 Spanische Literatur
AC Nummer
AC13389827
Utheses ID
38081
Studienkennzahl
UA | 066 | 149 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1