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Präpubertärer Sexualdimorphismus in Gesichtsform und 2D:4D Verhältnis
Konstanze Meindl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Katrin Schaefer
DOI
10.25365/thesis.4308
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29186.95364.733469-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Diplomarbeit wurde untersucht, ob es bereits präpubertär einen morphometrisch nachweisbaren Unterschied in der Gesichtsform von Buben und Mädchen gibt und ob ein Zusammenhang zwischen der Gesichtsform und dem Zeige- zu Ringfingerverhältnis (2D:4D) besteht. Das 2D:4D Verhältnis wird intrauterin determiniert und mit pränatalem Testosteron assoziiert. Bei Erwachsenen treten robuste, männliche Charakteristika bei einem niedrigen 2D:4D Verhältnis auf. Grazile, weibliche Merkmale zeigen sich bei einem hohen 2D:4D Verhältnis, für Kinder wird das gleiche Muster in der Gesichtsform wie bei Erwachsenen angenommen. Es wurden standardisierte Fotos von 44 Kindergesichtern (7 ± 4 Jahre) angefertigt und mittels Geometric Morphometrics ausgewertet. Das Alter erklärt 56,8% und die Gesichtsgröße 99% der Varianz der Gesichtsform in der ersten Hauptkomponente. Die Wachstumsvektoren von Buben- und Mädchengesichtern unterscheiden sich im Mund- und Nasenbereich signifikant (p = 0,006). Signifikante Gestaltunterschiede wurden nur zwischen den jüngeren und älteren Buben (p = 0,013) gefunden. Der Größenvergleich der Gesichter ergibt, dass die älteren Buben größer sind als alle anderen aus der Stichprobe. Vor dem 7. Lebensjahr unterscheiden sich Buben- und Mädchengesichter in der Gesichtsgröße allerdings nicht signifikant. Bei Buben konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Gesichtsform und dem 2D:4D Verhältnis gezeigt werden (p = 0,036), dessen Muster dem bei Erwachsenen entspricht. Für Mädchen konnte dieser Zusammenhang nicht gefunden werden. Ein präpubertärer Unterschied in der Gesichtsform zwischen Buben und Mädchen, wurde also nicht nur in die Gesichtsgröße, sondern auch anhand der Wachstumsvektoren im Mund- und Nasenbereich sowie regionaler Gestaltunterschieden zwischen Buben und Mädchen gezeigt. Der Zusammenhang des 2D:4D Verhältnisses mit der Gesichtsform bei Buben, der für Mädchen nicht gefunden wurde, deutet darauf hin, dass sich pränatales Testosteron mehr als pränatales Östrogen in den Fingerlängen wiederspiegelt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
2D:4D Geometrics Morphometrics Gesichtsform Kinder Geschlechtsunterschiede
Autor*innen
Konstanze Meindl
Haupttitel (Deutsch)
Präpubertärer Sexualdimorphismus in Gesichtsform und 2D:4D Verhältnis
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
84 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Katrin Schaefer
Klassifikationen
42 Biologie > 42.66 Ethologie ,
42 Biologie > 42.88 Physische Anthropologie
AC Nummer
AC07712003
Utheses ID
3814
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
