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Schatten der Vergangenheit: die österreichische Nachkriegszeit im Werk Fritz Hochwälders
Jelena Azanjac
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Johann Sonnleitner
DOI
10.25365/thesis.43107
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12719.93673.705891-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht in ihrer Hauptfragestellung die Zeitkritik in den Werken des österreichischen Dramatikers Fritz Hochwälder aus den sechziger Jahren. Der selbst vor Verfolgung geflohene Nachkriegsautor setzt sich in drei Theaterstücken, die eine Politisierung seines Schreibens markieren, besonders mit der Zeit nach dem Nationalsozialismus auseinander: »Der Himbeerpflücker« (1965), »Der Befehl« (1968) und »Holokaust (Totengericht)« (1961 entstanden). Diese ausgewählten Primärtexte werden einer Dramenanalyse unterzogen, im Rahmen derer auch wiederkehrende Motive (beispielsweise das Problem des Befolgens von Befehlen, das unterdrückte Gewissen oder die Frage von Schuld und Sühne) und intertextuelle Bezüge aufgezeigt werden. Dabei wird außerdem überprüft, inwieweit die Stücke formal jenem klassischen Paradigma entsprechen, das Hochwälders frühe Werke kennzeichnet. Dabei zeigt sich, dass insbesondere die Stoffauswahl in der österreichischen Nachkriegsgesellschaft, die vielfach der Verdrängung der jüngeren Geschichte den Vorzug vor der Aufarbeitung gegeben hat, einen Tabubruch darstellt. Darüber hinaus wird eine sozialhistorische Interpretation der Texte durchgeführt, deren Ziel es ist, die Verbindung zu den historischen Kontexten sichtbar zu machen. Im Zuge dessen werden sozialhistorische Referenzen herausgearbeitet, mit denen der Autor auf die österreichische Nachkriegszeit und ihre Diskurse verweist: So bearbeitet Hochwälder wiederholt die juristische Verfolgung von Kriegsverbrechern, weist auf das Weiterbestehen der NS-Ideologie hin oder diskutiert die These einer „Banalität des Bösen“ – Themen, die eng mit der Entstehungszeit der Stücke verbunden sind, und zu denen, so Hochwälder, eine breitere Debatte geführt werden sollte. Nicht zuletzt widmet sich diese Arbeit dem Dramatiker selbst, seinem Leben, seinem Schreiben und der Rezeption seiner Werke.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Hochwälder Nachkriegszeit Exilliteratur Dramenanalyse sozialhistorische Interpretation
Autor*innen
Jelena Azanjac
Haupttitel (Deutsch)
Schatten der Vergangenheit: die österreichische Nachkriegszeit im Werk Fritz Hochwälders
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
120 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johann Sonnleitner
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.82 Dramatik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC13294727
Utheses ID
38149
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
