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Rezipieren als Widerstand
das Oppositionspotential von Populärkultur am Beispiel des Beat-Clubs
Nicole Engbers
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Johann Haas
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4328
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30351.30621.151664-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Lange wurden die Phänomene der Populärkultur von den Kommunikationswissenschaften „stiefmütterlich“ behandelt und gegenüber den als wertvoll anerkannten Medieninhalten abgewertet. Erst in den 60er Jahren wurde eine kommunikationswissenschaftliche Wende eingeleitet und die Populärkultur im Zuge einer Neudefinition ihrer Funktionen und Leistungen aufgewertet. Eine dieser Funktionen bildet ihr Oppositionspotential, mit welchem sich die vorliegende Magisterarbeit am Beispiel des Beat-Clubs als erster auf die Zielgruppe der Jugendlichen ausgerichteter Musiksendung im Deutschen Fernsehen beschäftigt. Im theoretischen Teil der Forschungsarbeit wird die Opposition durch den Konsum und die Identifizierung mit Unterhaltungsmedien vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Strukturen und den sich wandelnden Wertvorstellungen der 60er Jahre dargestellt. Hierbei findet zuerst eine Auseinandersetzung mit den Cultural Studies und ihren Aussagen über die Bedeutung populärer Kultur statt. Anschließend werden die Wertvorstellungen der Erwachsenen- jenen der Jugendgeneration gegenübergestellt. Weiterführend wird das Protestpotential des Beats auf Basis der von Dieter Baacke (1972) unter dem Titel „Beat- die sprachlose Opposition“ veröffentlichten Studienergebnissen dargestellt. Im methodischen Teil wird anhand von Experteninterviews und ZeitzeugInnenbefragungen das von Baacke (1972) proklamierte Oppositionspotential des Beats bestätigt und schließlich auf die Musiksendung Beat-Club angewandt. Dieser bildete jenes Forum, dass die Jugendlichen zur Legitimation „ihrer“ Musik benötigten. Gleichzeitig bot der Beat-Club einen „medialen Treffpunkt“, verbindenden Gesprächsstoff, sowie Ablenkung vom Berufsleben und entsprach somit der Freizeitorientierung der Jugendlichen. Hinsichtlich des Oppositionspotentials populärer Kultur im Allgemeinen wird am Beispiel des Beat-Clubs gezeigt, welche Macht unterhaltende Medieninhalte ihren RezipientInnen verleihen bzw. wie RezipientInnen Produkte der Populärkultur als Oppositionsinstrument nutzen können. Der Magisterarbeit liegt eine CD mit den Aufnahmen der ZeitzeugInnen-Interviews bei.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Cultural Studies Beat-Club Populärkultur Unterhaltung Oppositionspotential Media Studies Jugendkultur Kultur 60er Jahre
Autor*innen
Nicole Engbers
Haupttitel (Deutsch)
Rezipieren als Widerstand
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Oppositionspotential von Populärkultur am Beispiel des Beat-Clubs
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
185 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johann Haas
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.01 Geschichte der Kommunikationswissenschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.36 Fernsehen
AC Nummer
AC07695472
Utheses ID
3832
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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