Detailansicht

Toxikologische Charakterisierung von Aurofusarin, einem Sekundärmetaboliten der Gattung Fusarium
Konstantin Wolters
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Doris Marko
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.43404
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15482.84645.223363-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Aurofusarin ist ein Sekundärmetaboliten der Gattung Fusarium und wird hauptsächlich von F. graminearum, F. culmorum und F. avenaceum produziert. Da diese Schimmelpilz-Arten zu den häufigsten Schadpilzen auf Pflanzen zählen, konnte Aurofusarin bereits in vielen Rohstoffen der Lebens- und Futtermittelproduktion nachgewiesen werden. Neben seines ubiquitären Vorkommens stellt sich jedoch auch aufgrund seiner strukturellen Eigenschaften als Naphthochinon-Homodimer die Frage nach einer potentiell toxikologischen Wirkung auf den menschlichen Organismus. Obwohl bereits viele Naphthochinone als zytotoxische, genotoxische und mutagene Substanzen beschrieben wurden, existieren nur wenige Daten zur toxischen Wirkung von Aurofusarin. Einige Studien zu seiner Toxizität deuteten auf prooxidative und zytotoxische Wirkung hin. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher potentielle Effekte, die durch Aurofusarin verursacht wurden, am Modell der kolorektalen Adenokarzinom-Zelllinie HT29 näher zu untersuchen. Die Untersuchung der Zytotoxizität von Aurofusarin mittels WST-1 Assay und SRB Assay ergab eine signifikante Hemmung der mitochondrialen Aktivität und des Zellwachstums von HT29-Zellen nach 24 h Inkubation mit 5 μM und 10 μM Aurofusarin. Im Comet Assay wurde eine signifikante Zunahme von DNA-Strangbrüchen bereits nach 1 h Inkubation beobachtet, woraus sich die Frage nach den zugrunde liegenden Mechanismen ergab. Da Naphthochinone laut Literatur zu Redox-Cycling in der Lage sind, wurde die potentielle Induktion von oxidativem Stress untersucht. Dementsprechend konnte im DCF Assay eine signifikante Erhöhung des intrazellulären ROS-Spiegels bereits nach 1 h Inkubation mit 5 μM Aurofusarin beobachtet werden. Die Untersuchung des Glutathion-Status ergab zudem nach 3 h und 24 h Inkubation mit Aurofusarin eine signifikante Erhöhung des GSSG/GSH-Verhältnisses und bestätigte somit ebenfalls den erhöhten oxidativen Stress der Zellen. Obwohl es noch einige Fragen bezüglich der zugrunde liegenden Mechanismen zu klären gilt, zeigte Aurofusarin, basierend auf den Ergebnissen dieser Arbeit, in vitro zyototoxische, genotoxische und prooxidative Effekte und sollte daher als Mykotoxin in Betracht gezogen werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aurofusarin Fusarium Comet WST-1 DCF GSH HT29 SRB
Autor*innen
Konstantin Wolters
Haupttitel (Deutsch)
Toxikologische Charakterisierung von Aurofusarin, einem Sekundärmetaboliten der Gattung Fusarium
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
V, 68 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Doris Marko
Klassifikationen
35 Chemie > 35.99 Chemie: Sonstiges ,
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC13330184
Utheses ID
38415
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1