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Fallende Sucht, Hundswuth & gesundheitsschädliche Mieder. Eine Analyse des Gesundheitsjournalismus der ersten Tageszeitung Österreichs
Judith Rosenkranz
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
DOI
10.25365/thesis.43459
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15481.21273.150070-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der erstmaligen Untersuchung des Gesundheitsjournalismus in Österreichs erster Tageszeitung, dem Wienerblättchen (1783-1786). Die explorative Vollerhebung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse, wobei die Berücksichtigung der zeitgeschichtlichen Entstehungsbedingungen eine zentrale Rolle – auch für die Interpretation der aufgefundenen Ergebnisse – spielte. Ergänzend zu den gesundheitsjournalistischen Texteinheiten erfolgte auch eine Analyse der Werbungen und Anzeigen, die die LeserInnen über gesundheitsfördernde Produkte und Dienstleistungen oder entsprechende medizinische Fachliteratur informierte. Den theoretischen Rahmen bildete die Nachrichtenwerttheorie nach den Ausführungen von Winfried Schulz, dessen Annahmen zu den Nachrichtenfaktoren unpolitischer Meldungen (soft-news) im Großen und Ganzen bestätigt werden konnten.
Insgesamt wurden sechs forschungsleitende Fragen aufgestellt, die den Gesundheitsjournalismus des Wienerblättchens zwischen 3. August 1783 und 14. Jänner 1786 umfassend beleuchten sollten. Sie beinhalteten die Fragestellungen nach Themen und Aspekten des Gesundheitsjournalismus, der Vermittlungsform, der Darreichung von Handlungsempfehlungen, feststellbaren Nachrichtenfaktoren und der Rolle von wissenschaftlichen Erkenntnissen innerhalb der Informationsvermittlung.
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung liegt in der Feststellung, dass bereits Ende des 18. Jahrhunderts eine Form des in Tageszeitungen vermittelten Gesundheitsjournalismus in Österreich existiert hat – und somit diese Form des Journalismus keineswegs eine Erfindung des 20. Jahrhunderts darstellt. Inhaltlich erwies sich dieser als äußerst vielfältig, sowohl die Darstellungsform (Fallbeispiele in Form von Meldungen, Gedichte, Geschichten, etc.) als auch die eigentlichen Inhalte betreffend. Weiters zeigte sich, dass die politischen Verflechtungen der Habsburgermonarchie, ihre Feind- und Freundschaften zu anderen Ländern, Auswirkungen auf die Bezugnahme auf die jeweiligen Länder im Rahmen von gesundheitsjournalistischen Texteinheiten hatten. Eine der Aufgaben von Gesundheitsjournalismus, Abweichungen oder Veränderungen des Normalzustandes erkennbar zu machen und Wissen über Therapie- und Behandlungsformen sowie allgemeine Diagnosen zu offerieren, wurde durch die gesundheitsjournalistischen Texte des Wienerblättchens erfüllt. Ebenso wurden den RezipientInnen Informationen rund um medizinische Einrichtungen des Gesundheitswesens und Vorgängen im menschlichen Körper vermittelt.
Abstract
(Englisch)
The following master thesis covers early health journalism through Austria’s first daily newspaper, the Wienerblättchen (1783-1786). The explorative comprehensive survey was carried out with qualitative content analysis, whereupon the historical conditions of the formative context have been – especially at the point of interpreting the results – considered. In addition to the journalistic contents, the author analyzed the commercials and advertisings that informed the readers about health-promoting products and services or the latest medical literature. The theoretical framework was constituted by the news-value-theory, more precisely the assumptions of Winfried Schulz about unpolitical messages (soft-news); those were able to be confirmed.
Altogether six research-guiding questions have been compiled to explore the Wienerblättchen’s health journalism, which has been published between 3rd August 1783 and 14th January 1786. They included questions concerning the topics and aspects of the health journalism, the way of imparting, the offering of recommendations for actions, identifiable news factors and the role of scientific knowledge in the information transmission.
An important result can be seen in the discovery that health journalism, offered through daily newspapers, has already existed in the outgoing 18th century in Austria - so this form of journalism is not new or appeared first in the 20th century. The journalistic content offered an impressive variety of display formats (case examples in kind of news, poems, stories, etc.) and the general content. Furthermore it was found that the political ties of the Habsburg monarchy, their antagonism and friendships with other countries, has had an impact on the health-journalistic reference. One of the tasks of health journalism, to make changes of the normal status recognizable and to offer knowledge and information about diagnoses, therapies and treatments, has been offered through the health-journalistic content of the Wienerblättchen. Also information about medical facilities and processes of the human body has been communicated.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Health journalism Historical health journalism Historical communication research Wienerblättchen News factors News value theory Qualitative content analysis
Schlagwörter
(Deutsch)
Gesundheitsjournalismus historischer Gesundheitsjournalismus historische Kommunikationsforschung Wienerblättchen Nachrichtenfaktoren Nachrichtenwerttheorie qualitative Inhaltsanalyse
Autor*innen
Judith Rosenkranz
Haupttitel (Deutsch)
Fallende Sucht, Hundswuth & gesundheitsschädliche Mieder. Eine Analyse des Gesundheitsjournalismus der ersten Tageszeitung Österreichs
Paralleltitel (Englisch)
Epilepsy, hydrophobia and harmful corselets. An analysis of early health journalism through Austria’s first daily newspaper
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
236 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
AC Nummer
AC13437595
Utheses ID
38464
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
