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Ernst Lothar
Schicksal eines Exilautors zwischen Erfolg und Heimweh
Stephanie Weiss
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Rohrwasser
DOI
10.25365/thesis.4344
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29740.25723.543761-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Flucht des Wiener Autors Ernst Lothar 1938 vor den Nationalsozialisten über die Schweiz und Frankreich nach Amerika. Sie schildert sein Leben und seine Begegnungen im dortigen Exil.
Des Weiteren wird durch diese Diplomarbeit erstmals eine ausführliche Zusammenfassung der von Lothar geschriebenen Exilwerke vorgelegt und beinhaltet außerdem den Versuch einer Interpretation und Gegenüberstellung dieser Literatur, die heute weitestgehend in Vergessenheit geraten ist.
Es werden seine vier Romane Die Zeugin. Pariser Tagebuch einer Wienerin, Unter anderer Sonne, Der Engel mit der Posaune, Heldenplatz und die Novelle Die Tür geht auf. Notizbuch der Kindheit vorgestellt.
Sie alle erschienen in englischer Übersetzung in den Vereinigten Staaten und wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in deutscher Fassung in Österreich publiziert. Ernst Lothars Ziel war es, durch diese Romane und ihre österreichischen Themen die amerikanischen Leser mit seiner Heimat und den dortigen Problemen vertraut zu machen.
So handelt Die Zeugin von einer jungen Wienerin, die nach Paris auswandert, Unter anderer Sonne thematisiert das Südtirolproblem, Der Engel mit der Posaune schildert den Niedergang des österreichischen Kaiserreichs und Heldenplatz erzählt von dem Schicksal eines HJ-Jungen, der in amerikanische Kriegsgefangenschaft gerät und den Lothar selbst kennenlernt.
Die genauere Betrachtung seines Lebens in den USA und die Zwischentöne seiner Romane zeigen, dass Lothar zwar der Anschluss in der neuen Heimat gelingt, das Heimweh dennoch für ihn zu einem omnipräsenten Lebensgefühl wird und er so das Ziel und die Hoffnung, eines Tages nach Wien zurückzukehren, niemals aufgibt.
Selbst der Erfolg, den seine Bücher in Amerika feiern, kann ihn nicht daran hindern 1946, nach Kriegsende, nach Österreich heimzukehren und dort einen Neuanfang zu wagen und an seine frühere Karriere vor dem Anschluss an Hitlerdeutschland anzuknüpfen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ernst Lothar Exilautor Amerika New York Österreich
Autor*innen
Stephanie Weiss
Haupttitel (Deutsch)
Ernst Lothar
Hauptuntertitel (Deutsch)
Schicksal eines Exilautors zwischen Erfolg und Heimweh
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
79 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Rohrwasser
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC07588205
Utheses ID
3848
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
