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Kritische Betrachtungen zur Nachkriegsjustiz
juristische Debatten zu den Nürnberger Prozessen und österreichischen Nationalsozialistengesetzen 1945 - 1950
Simone Weninger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Zeitgeschichte
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.43482
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15480.70786.867565-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Seit 1945 diskutierten Juristen die gesetzliche Grundlage für die Nationalsozialistenprozesse. Die Kritiker des Nürnberger Tribunals betonten die fragwürdige Rückwirkung von nicht vorhersehbaren Strafnormen und attestierten Fehler des Londoner Statuts. Die hier verwendeten Artikel der 1940er/ 50er griffen ähnliche Kritikpunkte auf wie die Verteidiger der Hauptkriegsverbrecher. Auch in den juristischen Fachzeitschriften der USA wurden große Bedenken geäußert. Den Verweis auf die Haagener Verträge und den Pariser Pakt lehnten gewisse Juristen aufgrund fehlender (völkerrechtlicher) Sanktionskraft ab. Die Provisorische Staatsregierung in Österreich erließ gegen Nationalsozialisten zahlreiche Gesetze (Verbots-, Kriegsverbrecher-, Rückstellungsgesetz), die in den Medien „Österreichische Juristenzeitung“ und „Juristische Blätter“ diskutiert wurden. Unpräzise Formulierung von Paragraphen, behördliche Überlastung, bemängelte Arbeit der Volksgerichte waren die wichtigsten Kritikpunkte. Auch innerhalb der Politik gab es interne juristische Debatten zu diesen Gesetzen.
Abstract
(Englisch)
Besides the great importance of the International Military Tribunal, all efforts were concentrated on its legitimacy. However, several jurists demonstrated in their analysis that certain improprieties of the London Statute could not be eliminated (they denied the validity of the Parisian Pact as main basis). Some jurists criticised the invalid norms referring to the ex-post-facto-law rule in international law and the confusion of positive law and morality. The Austrian measures to eliminate Nazism were all-embracing. The Allies´ pressure encouraged chancellor Renner to initiate strict laws against former National socialists. Discussing these laws in the “ÖJZ” and “JBl.”, some Austrian jurists demanded precise norms or even single repeals. From 1948 more politicians took critical position in juristic controversies. Certain correspondences give rise to suspecting censorship or inappropriate influence (to the publishers of the “Österreichische Juristenzeitung”).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nürnberger Prozesse Londoner Statut Verbotsgesetz Volksgerichte Rückstellungsgesetze
Autor*innen
Simone Weninger
Haupttitel (Deutsch)
Kritische Betrachtungen zur Nachkriegsjustiz
Hauptuntertitel (Deutsch)
juristische Debatten zu den Nürnberger Prozessen und österreichischen Nationalsozialistengesetzen 1945 - 1950
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
113 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945 ,
86 Recht > 86.09 Rechtsgeschichte
AC Nummer
AC13327424
Utheses ID
38486
Studienkennzahl
UA | 066 | 689 | |
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