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Kämmererernennungen in der Regierungszeit Kaiser Franz Josephs I.
Diana Fabian
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft
Betreuer*in
Thomas Winkelbauer
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12511.74421.876267-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel ist es, den Weg vom Gesuch, über die Ahnenprobe, die Informationseinholung seitens der Behörden, die Entscheidungsfindung bis hin zur Vereidigung der Kämmerer mit allen Einflussfaktoren und Hindernissen sowie Bezugnahme auf Ungarn während der Regierungszeit Kaiser Franz Josephs I., anhand einer Untersuchung der Stichjahre 1856, 1876, 1896 und 1916 zu illustrieren. Die Untersuchung ergab, dass die Bewerbungen bzw. Gesuche kaum einer festen Reglementierung unterworfen waren und sich dementsprechend uneinheitlich präsentierten. Obwohl die geforderten Ahnen-, Adels- und Wappenproben strikten Anforderungen unterworfen waren, war das Nichtbestehen der Prüfung kein zwingendes Argument für die Verweigerung der Kämmererwürde. Während die erforderliche Informationseinholung seitens der Behörden 1856 eher subjektiv und informell geschah, wurde sie bis ins Jahr 1916 zentralisiert und konstruktiven Reglementierungen unterworfen. Nach den Umbrüchen 1867 setzte die Erlangung der Kämmererwürde eine Staatsbürgerschaft innerhalb der Österreichisch-Ungarischen Monarchie voraus, wobei keine Doppelstaatsbürgerschaft existierte. Die eingehenden Bewerbungen in ungarischer Sprache korrespondieren mit der administrativen Kommunikation der Behörden untereinander, die ab 1896 merklich zunahm und spätestens 1916, von ungarischer Seite, vollends auf Ungarisch vollzogen wurde. Dennoch blieb die Verleihung der Kämmererwürde ein reiner Gnadenakt des Kaisers.
Abstract
(Englisch)
Focus is set on the process of becoming a Chamberlain—from applying to the swearing-in ceremony including all influencing factors. This means analyses of letters of application, the proof of ancestry involving requirements and regulations by reference to the Ahnenprobenexaminator (proofs of ancestry examiner), the relations and interactions of authorities up to the Emperor’s decision whether to confer or deny dignity Further developments concerning Hungary after 1867 are not less important: Varied arrangements regarding citizenship in the Austro-Hungarian Empire and its influence on becoming Chamberlain at the Viennese Court as well as the use of language in the process of applying are topics which are dealt with in the thesis. To scrutinize this process’ aspects in all their complexity in the corresponding period, focus is set on the years 1856, 1878, 1896 and 1916. On the basis of the results of this research, it can be concluded that applications were inconsistent till 1916 regarding content and formal layout. Although the proof of ancestry had to correspond with strict rules and the Oberstkämmerer conceived a recommendation based on investigations on the part of the authorities, the Emperor had the final say. There was no dual citizenship after 1867; Hungary and Austria had seperate citizenships. The administrative communication between Hungary and Austria as well as the process of applying in Hungarian increased from 1896 onwards.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kämmerer Wiener Hof Ehrenzeichen Ahnenprobe
Autor*innen
Diana Fabian
Haupttitel (Deutsch)
Kämmererernennungen in der Regierungszeit Kaiser Franz Josephs I.
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
148 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Winkelbauer
Klassifikation
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC13350355
Utheses ID
38622
Studienkennzahl
UA | 066 | 804 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1