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Mehr Flexibilität – Schlechteres Arbeitsklima?
die Auswirkungen flexibler Arbeitsverhältnisse auf die sozialen Beziehungen – eine qualitative Studie
Johanna Ganslmeier
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Christian Korunka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.43695
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21424.46722.677463-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zu den aktuellen Veränderungen in der Arbeitswelt zählen die zunehmende Einführung und Verbreitung von flexiblen Arbeitsverhältnissen, in denen die Arbeitenden frei entscheiden können, wann und wo sie arbeiten. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich dies auf die sozialen Beziehungen in der Arbeit auswirkt und welche Rolle dabei dem verminderten face-to-face Kontakt zukommt. Hierfür wurden zehn leitfadengestützte Einzelinterviews mit flexibel Arbeitenden geführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass flexible Arbeitsverhältnisse mit überwiegend negativ bewerteten Veränderungen im sozialen Gefüge, geschwächten Beziehungen zu KollegInnen und einer verringerten Erfüllung des Bedürfnisses nach sozialer Eingebundenheit einhergehen. Diese Auswirkungen treten vor allem bei stark flexibel Arbeitenden mit wenig face-to-face Kontakt auf. Als Schutzfaktoren konnten insbesondere eine lange Organisationszugehörigkeit, ein eigeninitiiertes Kommunikationsverhalten und ein regelmäßiger Informationsfluss herausgearbeitet werden. Situationen, in denen der face-to-face Kontakt für die flexibel Arbeitenden besonders wichtig ist, betreffen das (kreative) fachliche Zusammenarbeiten, das Ansprechen von Konflikten und die MitarbeiterInnenführung. Hinsichtlich eines idealen Ausmaßes an Flexibilität konnte ein empfohlenes Mindestmaß von einem Anwesenheitstag pro Woche in der Organisation ermittelt werden.
Abstract
(Englisch)
One of the recent changes in the world of work is the increasing implementation and prevalence of flexible work arrangements, which allow workers to decide when and where to work. This paper examines, how this new flexibility affects social relationships at work and what kind of influence the reduced face-to-face contact has. In order to do so ten guided interviews with flexible workers were conducted and analyzed using the qualitative content analysis. The results show, that flexible work arrangements are accompanied by changes within the team, that are mainly seen in a negative way. Also weakened relationships to colleagues and a reduced fulfillment of the need for relatedness could be observed. These effects concern especially intensively flexible workers with little face-to-face contact. Long duration of employment in the organization, communication behavior of personal initiative and regular exchange of information could particularly be presented as protective factors. At the same time working together on professional issues, clarifying conflicts and staff leadership should be seen as situations in which face-to-face contact is especially important. With regard to an ideal extent of flexibility the paper identifies a recommended extent of at least one day a week of presence in the organization.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
colleagues face-to-face contact flexible work arrangements flexplace flextime need for relatedness self-determination theory social relationships supervisors
Schlagwörter
(Deutsch)
Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit face-to-face Kontakt flexible Arbeitsverhältnisse KollegInnen örtliche Flexibilität self-determination theory soziale Beziehungen Vorgesetzte zeitliche Flexibilität
Autor*innen
Johanna Ganslmeier
Haupttitel (Deutsch)
Mehr Flexibilität – Schlechteres Arbeitsklima?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Auswirkungen flexibler Arbeitsverhältnisse auf die sozialen Beziehungen – eine qualitative Studie
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
69 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Korunka
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion, Soziale Beziehungen ,
77 Psychologie > 77.93 Angewandte Psychologie
AC Nummer
AC13403667
Utheses ID
38680
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1