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Tiernutzung in der Kunst?
ethische Perspektiven auf das "Orgien Mysterien Theater" Hermann Nitschs
Fabian Matthias Kos
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Herwig Grimm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24235.04520.335661-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
John Dewey führt seinen Kunstbegriff nicht auf bestimmte Eigenschaften des betreffenden Objekts zurück, sondern auf unsere konkrete Erfahrung damit. Demzufolge besitzt ein Kugelschreiber grundsätzlich dasselbe ästhetische Potential wie ein Gemälde Monets. Was kunstästhetische von lebensweltlich ästhetischen Erfahrungen hingegen unterscheidet, ist ein ihnen zugrundeliegender Ausdrucksakt, der sie gleichermaßen von allen unmittelbaren Interaktionsfolgen abhebt. Im Zusammenhang mit Deweys gesellschaftstheoretischen Überlegungen bilden Kunstwerke vor diesem Hintergrund einen möglichen Rahmen für die demokratische Rekonstruktion unserer normativen Gewohnheiten. Steve Baker spricht diesbezüglich sogar dezidiert von einer fluid sub-ethical practice. Die vorliegende Arbeit untersucht dieses ethische Potential an einem konkreten Beispiel: Mit Hilfe der theoretischen Unterscheidung zwischen produktions-, repräsentations- und rezeptionsbezogenen Aspekten wird einerseits aufgezeigt, worin sich die breite öffentliche Empörung über Hermann Nitschs Orgien Mysterien Theater aus tierethischer Perspektive begründet und andererseits zur Debatte gestellt, inwiefern Tiernutzung in der Kunst moralisch gerechtfertigt sein kann.
Abstract
(Englisch)
John Dewey’s definition of art is not focused on certain characteristics of an object, but our concrete experience with it. Therefore, a pen has principally the same aesthetic potential as a painting from Monet. The difference between art-based forms of aesthetic experience and the aesthetic phase of every normal experience lies, instead, in an act of expression, which relieves artworks from any direct consequences in the field of interaction. Against this background and together with Dewey’s thoughts on social-theoretical issues, art may build a suitable instrument for the democratic reconstruction of our normative habits. It was in this context that Steve Baker created the term fluid sub-ethical practice. The present work analyses this ethical potential in respect to a concrete example: By deputizing a theoretical distinction between productional, representational and receptional aspects, it makes clear why Hermann Nitsch’s Orgien Mysterien Theater causes such a broad public outrage and discusses under which circumstances animal use in art can be morally justified.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Ethics of Human-Animal Interaction Ethics of Art Pragmatist Aesthetics Theory of Democracy
Schlagwörter
(Deutsch)
Ethik der Mensch-Tier-Beziehung Ethik der Kunst Pragmatistische Ästhetik Demokratietheorie John Dewey Hermann Nitsch Steve Baker Axel Honneth Martha Nussbaum
Autor*innen
Fabian Matthias Kos
Haupttitel (Deutsch)
Tiernutzung in der Kunst?
Hauptuntertitel (Deutsch)
ethische Perspektiven auf das "Orgien Mysterien Theater" Hermann Nitschs
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
VIII, 107 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herwig Grimm
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.38 Ethik ,
08 Philosophie > 08.41 Ästhetik
AC Nummer
AC13336312
Utheses ID
38774
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1