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"Kinder - jetzt, später oder nie?"
generatives Verhalten und Kinderwunsch in Österreich, Schweden und Spanien auf Basis der Qualitative Comparative Analysis (QCA)
Christiane Rille - Pfeiffer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Rudolf Richter
DOI
10.25365/thesis.4376
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30386.35600.863969-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die eingereichte Dissertation beleuchtet das Thema Geburtenentwicklung und Kinderwunsch aus einem internationalen Blickwinkel. Ausgangspunkt ist die Frage, warum in einigen europäischen Ländern die Geburtenzahlen stabil sind bzw. sogar ansteigen, während in anderen Ländern die Fertilität rückläufig ist. Um sich dieser Frage anzunähern, werden drei europäische Länder – nämlich Österreich, Schweden und Spanien – ausgewählt und einer vergleichenden Analyse unterzogen. Diese Länder repräsentieren in ihrer Heterogenität die unterschiedlichen Trends in Europa und lassen dadurch auch gewisse, allgemeine Schlussfolgerungen für die gesamteuropäische Geburtenentwicklung zu.
Die Zielsetzungen der eingereichten Arbeit liegen sowohl auf inhaltlicher als auch auf methodischer Ebene. Die inhaltliche Zielsetzung ist es, einen Beitrag zur Ursachenforschung zum Kinderwunsch und dem generativen Verhalten zu leisten. Denn gerade die Ursachenforschung – also die Frage, warum sich Paare für oder gegen Kinder entscheiden - ist in der Forschung bis dato vergleichsweise unterbelichtet geblieben. Die Verbreiterung der diesbezüglichen Wissensbasis ist jedoch nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht bedeutsam, sondern stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung möglicher Gegensteuerungsstrategien zum Geburtenrückgang dar. Die methodische Zielsetzung besteht darin, unter Bezugnahme auf theoretische Ansätze in der neueren Forschungsliteratur ein theoretisches Modell zur Erklärung der Geburtenentwicklung abzuleiten. Viele der bestehenden Erklärungsansätze erscheinen als zu eng geführt. Sie tragen dem Umstand, dass es sich beim Kinderwunsch und dem generativen Verhalten um sehr komplexe Phänomene handelt, nur unzureichend Rechnung. Insofern wird in der vorliegenden Arbeit der Versuch unternommen, einen Ansatz zu entwickeln, der gesellschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen berücksichtigt, aber auch Entscheidungsprozesse auf individueller Ebene und auf der Paarebene miteinbezieht. Das entwickelte Modell wird in einem Ländervergleich zwischen Österreich, Schweden und Spanien an einer empirischen Datenbasis, nämlich der qualitativen Studie zum Kinderwunsch von Paaren, zu überprüfen sein. Die Komplexität der zu untersuchenden Phänomene Kinderwunsch und generatives Verhalten muss aber nicht nur im theoretischen Modell abbildbar, sondern auch in der Analyse methodisch umsetzbar sein. Hierfür scheint ein Instrumentarium notwendig, das imstande ist, komplexe Kausalbeziehungen aufzudecken. In der eingereichten Dissertation kommt eine für die Erklärung von Fertilitätsentscheidungen bisher noch kaum verwendete, aber durchaus geeignet erscheinende Methode zur Anwendung, nämlich die Qualitative Comparative Analysis (QCA) nach Charles Ragin. Neben der inhaltlichen Zielsetzung möchte die vorliegende Arbeit also auch Es soll überprüft werden, inwieweit jene Methode ein adäquates Analyseinstrument zur Bearbeitung der vorliegenden Fragenstellung darstellt.
Abstract
(Englisch)
The dissertation focuses on the development of birth rates and the desire to have children from an international perspective. Starting from the question, why in some countries the birth rates seem to be very stable or even rising while in other countries fertility declines. To deal with that question three European countries – Austria, Sweden and Spain – will be analyzed in a comparative way. Those countries represent in their heterogeneity the different European trends and therefore allow – at least to a certain extent - conclusions for overall Europe.
The dissertation aims to contribute in the field of cause study concerning fertility behavior and the desire to have children. From the methodological perspective a theoretical model will be developed and tested on an empirical data base deriving from couple-interviews conducted in Austria, Sweden and Spain. Due to the assumption that many theoretical models are explaining fertility behavior in an insufficient way the developed model includes social and structural parameters as well as the decision process of the individual person and the couple. Transposing the model into the analysis it is necessary to have an instrument which is able to reveal complex causal relations. A method which seems to be appropriate but is rarely used in sociological analysis is the Qualitative Comparative Analysis, developed by Charles Ragin.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
fertility behaviour desire to have childre cross-country comparison Austria Sweden Spain
Schlagwörter
(Deutsch)
Geburtenenwicklung Kinderwunsch Ländervergleich Österreich Schweden Spanien
Autor*innen
Christiane Rille - Pfeiffer
Haupttitel (Deutsch)
"Kinder - jetzt, später oder nie?"
Hauptuntertitel (Deutsch)
generatives Verhalten und Kinderwunsch in Österreich, Schweden und Spanien auf Basis der Qualitative Comparative Analysis (QCA)
Paralleltitel (Englisch)
"Children - now, later oder never?" ; fertility behavior and the desire to have children in Austria, Sweden and Spain based on the qualitative comparative analysis (QCA)
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
186 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Rudolf Richter ,
Wolfgang Schulz
AC Nummer
AC05039801
Utheses ID
3880
Studienkennzahl
UA | 092 | 122 | |
