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Inference by exclusion and alternative strategies in carrion crows (Corvus corone)
Theresa Rößler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie
Betreuer*in
Thomas Bugnyar
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.43863
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24232.43525.257768-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Fähigkeit, logische Schlüsse durch Ausschließen alternativer Möglichkeiten zu ziehen, wird in der Fachliteratur mit dem englischen Begriff „inference by exclusion“ beschrieben und folgend verkürzt „IBE“ genannt. Diese Fähigkeit, die als kognitiv anspruchsvoll und für Menschen typisch gilt, wurde in einer Vielzahl verschiedenster Tierarten untersucht. Meist wurde jedoch vorrangig auf eine binäre Fragestellung fokussiert, also ob IBE genutzt wird oder nicht, als auf alternative Mechanismen einzugehen. Zwei kürzlich veröffentlichte Studien, die IBE in zwei Papageienarten, den Goffin Kakadus und Keas (O´Hara et al. 2015; 2016) untersuchten, widmeten sich einer neuen, holistischen Herangehensweise. Dabei wurde nicht nur behandelt ob IBE auftritt oder nicht, sondern gleichzeitig auch auf andere Mechanismen, die dem Entscheidungsprozess zugrunde liegen könnten, eingegangen. Das Ziel der vorliegenden Studie ist mittels dieser Methodik sowohl IBE als auch alternative Strategien der Aaskrähe zu untersuchen. Krähen sind dafür bekannt verschiedenste, kognitiv anspruchsvolle Aufgaben zu lösen und neuen Situationen mit Neugierde und Vorsicht zu begegnen. In einer vorangehenden Studie wurde gezeigt, dass Aaskrähen möglicherweise die Fähigkeit IBE besitzen und verwenden, jedoch konnten alternative Strategien nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. In einem ersten Experiment der vorliegenden Studie lernten die Vögel mit Hilfe eines Touchscreen Computers einzelnen Bildern positive und negative Wertungen zuzuschreiben. Darauffolgend wurden diese Bilder nach und nach durch unbekannte, neue Bilder ersetzt wobei die Wertigkeit der Bilder durch Schlussfolgerungen jeweils ermittelt werden konnte. Zusätzlich wurde die Testserie auf einen zweiten Versuchsaufbau übertragen, in dem es galt, Futter in verschiedenen Substraten zu finden. Die Resultate des ersten Versuchs zeigten, dass eine Krähe IBE benutzte um die Aufgabenstellung zu lösen, während jedoch Strategien, die auf Neophilie basierten, insgesamt am häufigsten verwendet wurden. Trotz methodischer Probleme im zweiten Experiment deuten die Daten darauf hin, dass die gegensätzliche Strategie, nämlich die Vermeidung des weniger Bekannten, benutzt wurde. Es wird diskutiert wie sich diese beiden Herangehensweisen vereinen lassen und wie zusätzliche Habituation zu neuen Situationen einen beträchtlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben könnte. Darauf basierend lies sich schließen, dass die Veranlagungen der Versuchsart berücksichtigt werden müssen um höhere kognitive Fähigkeiten, wie IBE, zu testen.
Abstract
(Englisch)
Inference by exclusion, hereafter called ‘IBE’, is the ability to base a choice on the exclusion of alternatives. Considered as a ‘higher’ cognitive ability that is typical for humans, IBE has also been investigated in a variety of animal species. However, most studies have used tasks that allow addressing only a binary question, whether or not IBE occurs. Recently two parrot species, Goffin cockatoos and keas (O´Hara et al. 2015; 2016), have been tested with a holistic approach that investigates IBE and possible alternatives underlying the decision making process in IBE tasks simultaneously. The aim of this study is to use this new holistic approach and investigate response strategies of the carrion crow, as a representative of the corvid family, in such an IBE task. Crows are renowned for solving cognitively demanding tasks and approaching novel situations with curiosity and caution. A previous study showed the ability to infer by exclusion in this species but alternative strategies such as avoidance could not be ruled out with certainty. In the current study the birds learned to associate stimuli with positive and negative contingencies in a training phase through a two-choice procedure presented on a touch screen computer. I then tested whether they could logically follow the line of contingencies when those stimuli were subsequently replaced by novel stimuli. I also conducted a second experiment in which this series of tests was transferred to a more ecologically relevant food finding task. In the touch screen experiment, high levels of IBE were observed in one individual crow while others seemed to rely mostly on neophilic strategies. Despite of methodological problems in the second experiment, the opposite trend seemed to emerge. I discuss how those seemingly contrasting reactions are compatible and how a species predisposition has to be carefully considered when testing for cognitive abilities such as IBE, e.g. through thorough habituation to novelty.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Inference by exclusion Reasoning by exclusion Categorization Carrion crows (Corvus corone) Touch screen Avian cognition Neophobia Exploration
Schlagwörter
(Deutsch)
Schlussfolgern nach dem Ausschlussprinzip Kategorisierung Aaskrähen (Corvus corone) Touch screen
Autor*innen
Theresa Rößler
Haupttitel (Englisch)
Inference by exclusion and alternative strategies in carrion crows (Corvus corone)
Paralleltitel (Deutsch)
Schlussfolgern nach dem Ausschlussprinzip und alternative Strategien in Aaskrähen (Corvus corone)
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
53 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Bugnyar
Klassifikationen
42 Biologie > 42.66 Ethologie ,
42 Biologie > 42.83 Aves
AC Nummer
AC13356328
Utheses ID
38832
Studienkennzahl
UA | 066 | 878 | |
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