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Das krankheitspräventive Potential der Sojabohne und ihrer Inhaltsstoffe
Katrin Schöggl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Ibrahim Elmadfa
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4390
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29613.41030.413169-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Experimentelle und epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass eine sojareiche Ernährung gesundheitsrelevante Effekte im Menschen auslösen kann. Dies wird v.a. durch die niedrigen Morbiditäts- und Mortalitätszahlen bestimmter Erkrankungen im asiatischen Raum bestätigt. Die Sojabohne enthält die am besten untersuchte Klasse der Phytoöstrogene, die Isoflavone. Diese werden chemisch zu den Phenolen gerechnet und besitzen strukturelle und funktionelle Ähnlichkeit zum endogen gebildeten 17β-Östradiol. Durch Bindung an die Östrogenrezeptoren sind sie imstande das körpereigene Östradiol von diesen zu verdrängen, wodurch es zu einer Hormonmodulation kommt. Weiters wird die Sojabohne aufgrund ihres hochwertigen Proteins geschätzt, in welchem die Isoflavone enthalten bzw. gebunden sind. Die körpereigene Bildung des Isoflavonmetaboliten Equol wird als ein entscheidender Faktor für die Wirksamkeit von sojareicher Nahrung beim Menschen eingestuft – allerdings sind nur 30 bis 50 % der Weltbevölkerung zu dessen Produktion befähigt. Die Wirkungsstärke von Sojainhaltsstoffen bei Brustkrebs ist bislang noch nicht eindeutig geklärt. Weitere Studien sind nötig, um die tumorgenen Eigenschaften und die präventive Aufnahmehöhe und -dauer zu klären. Darüber hinaus können Isoflavonsupplemente klimakterische Beschwerden geringfügig reduzieren und in hohen Dosen die Knochengesundheit erhalten. Das größte Wirkungspotential wird den hypolipidämischen Eigenschaften von Sojaprotein zugesprochen, weshalb ein krankheitspräventiver Nutzen von Soja nicht nur bei kardiovaskulären Erkrankungen, sondern seit kurzem auch in der Adipositasprävention diskutiert wird. Generell stellen die Inhaltsstoffe der Sojabohne eine interessante neue Präventions- und Therapiemöglichkeit für verschiedene Erkrankungen dar, jedoch bedarf es noch weiterer Langzeituntersuchungen mit großen Kollektiven und einheitlichen Studiendesigns um explizite Aufnahmeempfehlungen ableiten zu können.
Abstract
(Englisch)
Experimental and epidemiological data suggests that diets high in soy based foods may have potential health effects in humans. The low morbidity and mortality rates of certain diseases in Asian countries confirm these findings. Of all plant estrogens, soy isoflavones have been studied most extensively. They are phenolic substances, which are structurally and functionally similar to mammalian 17β-oestradiol. Due to their high affinity to bind to estrogen receptors they are able to displace human oestradiol from the receptors and thereby modulate the estrogen hormone system. In addition to that the soybean is known for its high value protein, which contains and binds isoflavones, respectively. The endogenously produced isoflavon metabolite equol is a determing factor for the potential health promoting effectiveness of soy. However, only 30 to 50 % of the world population is able to produce this metabolite. Soy constitutes are known for to the protection against breast cancer, however the mechanisms behind are still under debate. More studies are needed to clarify tumorgenetic properties and recommendations belonging to isoflavone intake and study duration. Furthermore, there is consistent evidence that isoflavone supplements slightly reduce menopausal symptoms and have a positive effect on bone metabolism. According to literature, soyprotein even exerts a hypolipidemic effect in humans, resulting in cardiovascular benefits and is therefore it is also discussed in the prevention of obesity. In general the intake of soy products is an interesting new field in the prevention and therapy of Western diseases. However, in abundance of inconsistent study results, due to short durations and small sample sizes of many studies, long term investigations have to be carried out to deduce an explicite recommandations for soy intake.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
soybean diseases isoflavones phytoestrogens soy protein breast cancer menopause cardiovascular diseases osteoporosis obesity
Schlagwörter
(Deutsch)
Sojabohne Krankheiten Isoflavone Phytoöstrogene Sojaprotein Brustkrebs Menopause Kardiovaskuläre Erkrankungen Osteoporose Adipositas
Autor*innen
Katrin Schöggl
Haupttitel (Deutsch)
Das krankheitspräventive Potential der Sojabohne und ihrer Inhaltsstoffe
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
X, 151 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ibrahim Elmadfa
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten ,
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC07617222
Utheses ID
3893
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
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