Detailansicht

Die Bedeutung des griechisch-orthodoxen Osterfests für junge Menschen in Griechenland vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise
am Beispiel der Kleinstadt Leonidio
Sandra Anita Sowa
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Werner Zips
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44121
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23883.19805.608768-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den griechisch-orthodoxen Osterfeierlichkeiten in der Kleinstadt Leonidio auf dem Peloponnes in Griechenland. Das zentrale Thema ist die Bedeutung der Traditionen zu Ostern und der Familienzusammenhalt für die jungen Menschen (20- bis 35-Jährigen), die ursprünglich aus Leonidio kommen. Viele von ihnen fahren nur noch in den Ferien auf Besuch zu ihren Familien, da sie nach Athen oder in eine andere große Stadt gezogen sind, um zu studieren oder zu arbeiten. Basierend auf zwei Feldaufenthalten wird untersucht ob die jungen Menschen die österli-chen Traditionen noch schätzen und welche Rolle die Familie in ihrem Leben spielt. Dabei wird auch analysiert, ob die derzeit in Griechenland herrschende Wirtschaftskrise einen Einfluss auf diese Aspekte hat. Um die Bedeutung von Ostern besser verstehen zu können, wird in dieser Arbeit auch der Ablauf der Osterfeierlichkeiten in Leonidio wiedergegeben. Zur Datenerhebung fanden zwei Feldforschungsaufenthalte in Leonidio statt. Der erste wurde im Jahr 2013 im Rahmen einer Lehrveranstaltung der Universität Wien zu den grie-chisch-orthodoxen Osterfeierlichkeiten mit 23 anderen Studierenden der Kultur- und Sozi-alanthropologie durchgeführt. Bei dieser Feldforschung wurden insgesamt 38 narrative Interviews geführt und außerdem teilnehmende Beobachtung vorgenommen. Beim zweiten Feldforschungsaufenthalt im Jahr 2014 besuchte die Autorin erneut das griechisch-orthodoxe Osterfest in Leonidio und führte weitere Interviews zur Beantwortung der fo-kussierten Fragestellung für die bereits begonnene Masterarbeit. Zu den wesentlichen Erkenntnissen dieser Arbeit zählt die besondere Bedeutung von Fami-lie für die jungen Menschen in Leonidio. Aufgrund der derzeit herrschenden Wirtschafts-krise und der damit verbundenen finanziellen Einschränkungen spielt die Familie wieder eine größere Rolle, nicht nur bei der Unterstützung mit Geld sondern auch als seelischer Beistand. Besonders geschätzt wird von der jüngeren Generation, die aus Leonidio stammt, auch die Möglichkeit zu Ostern Ferien bei ihren Eltern am Land machen zu können, um den Sorgen, die sie in der Stadt haben, kurzzeitig entfliehen zu können. Ebenfalls eine wichtige Erkenntnis ist der hohe Stellenwert der Osterfeierlichkeiten als soziales Ereignis.
Abstract
(Englisch)
The present Master‘s thesis deals with the greek orthodox Easter-festivities in the small city of Leonidio on the Peloponnese in Greece. The main focus is on young people (20 to 35 years old) who originate from Leonidio and their understanding and relevance of Easter traditions and family support. Many of those young people moved to Athens or to another big city to study or work. They just come to Leonidio for holidays to meet their families. Based on two field trips, this Master’s thesis investigates, if the young people still appreci-ate the Easter traditions and which role family plays in their life. Additional the impact of the current financial crisis in Greece on the aforementioned aspects is analyzed. For a better understanding of the meaning of Easter in Greece, the thesis also highlights the Easter celebrations in Leonidio. Two field researches took place in Leonidio to gain findings. The first fieldtrip was in 2013 during the greek orthodox Easter celebrations within the scope of a lecture at the university of Vienna together with 23 other cultural- and social anthropology students. 38 narrative interviews and notes of observations were the outcome of this research. The second field research in 2014 took place in Leonidio and during the Easter celebrations again to inter-view young people on more focused questions to fill the gaps of the Master’s thesis. One of the main findings of this thesis is the special meaning of family to young people in Leonidio. Especially because of the current economic crisis and the associated moneywise problems of many people, family plays a certain role not only concerning financial help but also as a mental support. The possibility to make holidays at their families is very important for the young people who originate from Leonidio but live in Athens. Particularly during the Easter celebrations almost all the young people come back to their families to refrain from their financial problems in the city. Another main impact is the importance of the Easter celebrations as a social phenomenon.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
eastern orthodox church greek orthodox Easter celebrations family young people economic crisis in Greece
Schlagwörter
(Deutsch)
Orthodoxie griechisch-orthodoxes Osterfest Familie junge Menschen griechische Wirtschaftskrise
Autor*innen
Sandra Anita Sowa
Haupttitel (Deutsch)
Die Bedeutung des griechisch-orthodoxen Osterfests für junge Menschen in Griechenland vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise
Hauptuntertitel (Deutsch)
am Beispiel der Kleinstadt Leonidio
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
127 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Werner Zips
Klassifikationen
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.57 Ostchristentum ,
71 Soziologie > 71.21 Familie, Verwandtschaft ,
73 Ethnologie > 73.08 Regionale Ethnologie ,
73 Ethnologie > 73.55 Religionsethnologie: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.57 Kulte, Riten ,
73 Ethnologie > 73.91 Brauchtum ,
83 Volkswirtschaft > 83.30 Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftsstruktur: Allgemeines
AC Nummer
AC13369271
Utheses ID
39062
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1