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Zwei Formen des Reisens
oder Welt und Wirklichkeit bei Andreas Okopenko und Julio Cortázar
Mathias Müller
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Christine Ivanovic
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44133
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23884.29212.762381-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Roman Lexikon einer sentimentalen Reise zum Exporteurtreffen in Druden, bekannt als der Lexikon-Roman von Andreas Okopenko und La vuelta al diá en ochento mundos, oder kurz La vuelta, von Julio Cortázar sind zwei Bücher, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Lexikon-Roman steht mit seinem strengen und fast schon manieristisch anmutenden Aufbau dem losen Gefüge, dem Geflecht aus Texten, Satzspielerein und Bildern von La Vuelta entgegen. Aber obwohl der Aufbau sehr unterschiedlich wirkt, besitzen beide eine verzweigte, rhizomartige Struktur, sie enthalten Texte, deren Genregrenzen fließend oder nicht auszumachen sind und beide beschreiben eine Reise. Und während Okopenko sich als einen naiven Realisten versteht und versucht, die Realität in ihrer ganzen Fülle wahrzunehmen und in seinen Gedichten und seiner Prosa darzustellen, ist Cortázars Wahrnehmung und Darstellung der Wirklichkeit vom Surrealismus geprägt und in seinen Erzählungen bricht oft das phantastische in eine alltägliche Wirklichkeit herein. Beide Autoren verlangen keine LeserInnen, die passiven KonsumentInnen sind, sondern Komplizenschaft um, mit den Worten von Okopenko, das „Buch erst zum Roman machen“ (LR, S. 292). Diese Arbeit zeigt, dass es sowohl Andreas Okopenko als auch Julio Cortázar nicht darum ging, ihren LeserInnen eine Form des Eskapismus, sondern stattdessen eine reichere Wirklichkeit zu bieten, verstanden als eine „angereicherte Wirklichkeit […] in der Bedeutung wie die Physiker von angereichertem Uran oder Plutonium sprechen. (RudT, S. 54) Beide Autoren wollen ihren LeserInnen die Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit darstellen und sie „aus der Lektüre in die Welt befreien“ (LR, S. 6).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Rhizom Collage Konkretionismus Fluidum Tunneltheorie Chamäleonismus Homo ludens
Autor*innen
Mathias Müller
Haupttitel (Deutsch)
Zwei Formen des Reisens
Hauptuntertitel (Deutsch)
oder Welt und Wirklichkeit bei Andreas Okopenko und Julio Cortázar
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
102 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christine Ivanovic
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC13368537
Utheses ID
39071
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1