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Arbeiterinnen im Manufakturwesen
mit besonderer Berücksichtigung Wiens und Niederösterreichs im ausgehenden 18. Jahrhundert
Daniela Perzi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geschichte
Betreuer*in
Dorothea Nolde
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44175
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23883.07041.791159-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit setzt sich mit der Beschäftigung von Frauen in den Manufakturen des ausgehenden 18. Jahrhunderts auseinander. Die zentrale Fragestellung befasst sich mit dem Einfluss des Manufakturwesens auf die Stellung und Wahrnehmung der Unterschicht-Frauen in der Gesellschaft. Vor allem die Bundesländer Wien und Niederösterreich stehen im Fokus. Das Hauptaugenmerk der Arbeit wird auf zwei Untersuchungsbereiche gerichtet. Der erste widmet sich staatlichen und wirtschaftlichen Aspekten. Darin werden die Gründe zur Rekrutierung von Frauen für die Manufakturarbeit analysiert, welche Folgen ihre Mitarbeit für ihre rechtliche Stellung hatte, welche Ausbildungsmöglichkeiten den Frauen offenstanden und unter welchen Verhältnissen die weibliche Arbeiterschaft ihre Arbeit verrichtete. Der zweite Bereich umfasst die sozialen und familiären Aspekte. Neben den Eingriffen des Staates ins Privatleben der Arbeiterschaft (Heirat, Schwangerschaft), geht dieser Bereich Fragen nach, die sich mit Reaktionen und Sichtweisen der Zeitgenossen auseinandersetzen. Im Zuge dessen werden die Verhaltensweisen der männlichen Arbeiter gegenüber den Manufakturarbeiterinnen dargelegt. Auch werden die Auswirkungen der Industriearbeit auf die Mutterrolle sowie auf die Stellung der Frauen bezüglich der Familienfinanzen untersucht. Das letzte Kapitel dieser Arbeit beleuchtet abschließend die Sichtweise des Bürgertums. Es zeigt sich, dass das Manufakturwesen Auswirkungen auf die rechtliche Stellung der Unterschicht-Frauen zur Folge hatte. Der Umfang der weiblichen proto-industriellen Arbeit fand in der Gesetzgebung ausdrücklich eine Verankerung. Auch änderte sich die innerfamiliäre Stellung der Arbeiterinnen. Ihre Arbeitskraft wurde für den Erhalt der Familien überlebensnotwendig, hatte aber auch zur Folge, dass sie ihre Funktionen als Mütter vernachlässigen mussten. Die Wahrnehmung durch das Bürgertum fiel sehr negativ aus, da die Arbeiterinnen nicht den Erwartungen und Vorstellungen des Bürgertums entsprachen.
Abstract
(Englisch)
This master thesis treats the employment of women in manufacturies of the late 18th century. The central question is concerned with the influence of the manufacturing systems on the position and awareness of working class women in society. The provinces of Vienna and Lower Austria are of special interest. The main focus of this paper centers on two areas of study, the first of which is dedicated to governmental and economical aspects. Therefore the reasons for recruiting women to manufactory work are analysed. Furthermore, the following questions were investigated: Did the employment represent on womens‘ legal status? Which training opportunities were given and under which conditions did female workers have to work? The second part involves the social and familial aspects. Both the interventions of the state into the private life of the workers (marriage, pregnancy) and the reactions and perceptions of contemporaries were examined. In light of this social context, the behavior of male workers is set against female workers and examines the impact of industrial work on the mother role and the part of women in contributing to the household economics. The last chapter of this paper deals with the perspective of the bourgeoisie. It turns out that the system of manufacturing had an impact on the legal status of underclass women. The extent of this female pre-industrial labour was explicitly anchored in law. Moreover, the intrafamilial position of the women had changed as well. As a result, female labour had become a vital matter for the family to subsist, a fact that often lead to an involuntary neglect of motherly duties. As a result, the bourgeois perception of women in those professions has been extremely negative, because they did not measure up to the requirements and expectations of the middle class.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
manufactury workingclass women Austria 18th century
Schlagwörter
(Deutsch)
Manufaktur Arbeiterin Österreich 18. Jahrhundert
Autor*innen
Daniela Perzi
Haupttitel (Deutsch)
Arbeiterinnen im Manufakturwesen
Hauptuntertitel (Deutsch)
mit besonderer Berücksichtigung Wiens und Niederösterreichs im ausgehenden 18. Jahrhundert
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
103 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karte
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dorothea Nolde
Klassifikation
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC13372829
Utheses ID
39109
Studienkennzahl
UA | 066 | 803 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1