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The meaning and cognition of irony
Susanne Veil
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Allgemeine Linguistik: Grammatiktheorie und kognitive Sprachwissenschaft
Betreuer*in
Chris Schaner-Wolles
DOI
10.25365/thesis.44200
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23882.19328.413668-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit hat zum Ziel, Ironie von einem kognitionswissenschaftlichen Standpunkt aus zu beschreiben. Klassische und neuere linguistische Theorien zu übertragener Bedeutung und Humor werden beschrieben und verglichen. In der Pragmatik wird Ironie von drei verschiedenen Standpunkten aus gesehen: Grice definierte Ironie als Implikatur, Ironie kann als mitgemeinte Bedeutung semantisch als das Gegenteil des Gesagten betrachtet werden. Dem entgegen, stehen Ansätze, die Ironie rein pragmatisch betrachten, dessen Bedeutung entstehe erst durch die Interpretation des Gesagten auf der Suche nach der relevantesten Information. Neuere Ansätze greifen Grice auf, insofern dass Ironie indirekte Verneinung ist und als eigentlich unangemessene Bedeutung so besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wo genau überlappen sich Ironie und Implikatur und wo unterscheiden sie sich? Außerdem wird Ironie in der Folge verglichen mit Präsuppositionen, also dem Vorausgesetzten an Information, und der Theorie, dass Gesprächspartner einen geteilten Informationshintergrund, einen Common Ground, haben müssen.
Die eingangs vorgestellten Theorien werden dann in Bezug auf aktuelle psycho- und neurolinguistische Studien diskutiert. Dort findet sich Evidenz für Ironie als zweistufigen Prozess, der es erfordert verschiedene Hinweise zu verarbeiten und dessen Verstehen ein sogenanntes Konzept der Theory of Mind erfordert. Außerdem scheint entscheidend, dass vom Gesprächspartner die kommunikative Absicht des Sprechers erkannt wird. Dies hängt sowohl mit einem Common Ground, also dem inhaltlich eingegrenzten Feld des Gesprächs, zusammen, als auch mit Grices Idee eines Kooperationsprinzips, auf das sich beide Gesprächspartner einigen. Neben der Situation und der Beziehung zwischen den Sprechenden, spielt beides eine Rolle beim Verstehen übertragener Bedeutung.
Letztendlich werden mögliche Erkenntnisse zum Ironieverstehen diskutiert, die das Feld der experimentellen Pragmatik betreffen, wo weitere Forschungsfragen entstehen. Die experimentelle Pragmatik untersucht mitgemeinte Bedeutung, wie Implikaturen, als Anreicherung von Bedeutung. Zwischen den Gesprächspartnern wird verhandelt, was gemeint ist, indem sowohl das Gesagte, als auch das nicht-Gesagte einbezogen und mit Logik gegeneinander abgewogen werden. So erschließt sich die gemeinte ironische Bedeutung dem Hörer, woraufhin dieser oder diese dem Sprecher signalisiert, dass er oder sie verstanden hat und möglicherweise erneut vom Sprecher bestätigt wird, ob er oder sie richtig verstanden wurde. Es findet ein Abgleich zwischen Gemeintem und Verstandenem statt, bis beide möglichst deckungsgleich übereinander liegen.
Abstract
(Englisch)
This thesis aims to describe irony within linguistics from a cognitive perspective. Classic and recent theories and frameworks on figurative language and humor are described and compared. They are then discussed in the light of current psycho- and neurolinguistic studies that provide evidence for irony as a two-step process that depends on various clues and is deeply linked to theory of mind. For irony to be successful it finally comes down to the question whether the hearer is able or willing to assume that the speaker is
cooperative, this means that the hearer assumes that the speaker knows that the hearer understands. These are called second-order believes that have proven to be essential for understanding irony. Finally, new possible insights for irony within experimental pragmatics are discussed and questions posed for further research.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Irony Cognition Theory of Mind Pragmatics
Schlagwörter
(Deutsch)
Ironie Kognition Theory of Mind Pragmatik
Autor*innen
Susanne Veil
Haupttitel (Englisch)
The meaning and cognition of irony
Paralleltitel (Deutsch)
Zur Bedeutung und Kognition von Ironie
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
110 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Chris Schaner-Wolles
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.30 Psycholinguistik: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.61 Pragmatik, Sprechakttheorie
AC Nummer
AC13384495
Utheses ID
39127
Studienkennzahl
UA | 066 | 867 | |
