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Johann Markgraf Pallavicini
eine diplomatische Karriere im Schatten der orientalischen Frage
Kurt Perlin
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie Geschichte
Betreuer*in
Marija Wakounig
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44281
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28093.10911.309663-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Dissertation handelt von der diplomatischen Karriere des Markgrafen Johann Pallavicini, die er vom Dezember 1874 bis in den November 1918 im diplomatischen Dienst für Österreich-Ungarn absolvierte. Den Höhepunkt dieser diplomatischen Laufbahn bildete zweifelsohne die Ernennung des Markgrafen zum k.u.k. Botschafter im Osmanischen Reich, ein Posten den er von 1906 bis 1918 inne hatte. Im Hinblick auf die Wahl des Markgrafen zum diplomatischen Repräsentanten der österreichisch-ungarischen Monarchie geht diese Untersuchung der Frage nach, welche Kompetenz, Erfahrung und welches Wissen über die außenpolitischen bzw. diplomatischen Charakteristika des Osmanischen Reiches, so wie der Mechanismen der osmanischen Außen- und Innenpolitik, qualifizierten Pallavicini zu dieser Ernennung? Der Markgraf wurde im Verlauf seiner Karriere in Berlin, Paris, London, Belgrad, St. Petersburg und Bukarest auf verschiedenste Weise, direkt als auch indirekt, mit Entwicklungen, Krisen und Konsequenzen rund um die Orientalische Frage konfrontiert und wurde dadurch zu einem intimen Kenner der Thematik, dessen Informationen bei allfälligen Entscheidungsfindungsprozessen herangezogen werden konnten. Daher steht im Mittelpunk dieser Untersuchung sowohl seine Wissens- und Informationsaneignung über die Politik der europäischen Großmächte im Hinblick auf deren Einflussnahme im Osmanischen Reich, als auch der durch seine diplomatische Tätigkeit erfolgte Informationstransfer durch seinen Zugang zu Fakten und Hintergrundwissen, sowie durch persönlichen Kontakte, von der jeweiligen k.u.k. diplomatischen Vertretung an das k.u.k. Außenministerium in Wien. Im Verlauf seiner Karriere gelang es Pallavicini nicht nur ein Mal sein diplomatisches Geschick durch persönliche Initiative, effizienten Einsatz und gesellschaftliches Engagement unter Beweis zu stellen. Sei es im Kontakt mit dem Herrscher des jeweiligen Landes, sei es mit hochrangigen außen- und innenpolitischen Repräsentanten der jeweiligen Politelite in Serbien, Russland, Rumänien oder dem Osmanischen Reich. Dem Markgrafen ist es immer gelungen seine dienstlichen Aufgaben zur vollen Zufriedenheit sowohl seiner unmittelbaren Vorgesetzten, den verschiedenen Außenministern während seiner Laufbahn, zu erfüllen, aber auch wiederholt das Lob und die persönliche Anerkennung durch Kaiser Franz Joseph I. zu erlangen. In Hinsicht darauf bietet diese Untersuchung detaillierte Einblicke in die konfliktreiche Materie einer Neuordnung des Balkans rund um die nationalistischen Bestrebungen der Balkanstaaten und einem durch innere Wirren und äußere Bedrohungen stagnierenden Osmanischen Reich. Es ermöglicht darüber hinaus auch einen Einblick in die Mechanismen österreichisch-ungarischer Diplomatie aus der Warte eines Diplomaten, der durch seine Arbeit, seine Erfahrung und sein Wissen einen bescheidenen Beitrag für die Ausrichtung der österreichisch-ungarischen Außenpolitik im Rahmen der Orientalischen Frage leisten konnte.
Abstract
(Englisch)
This dissertation is concerned with the diplomatic career of margrave Johann Pallavicini lasting from December 1874 till November 1918 completed in the diplomatic service of the Austro-Hungarian monarchy. The high point of his diplomatic career was without a doubt the appointment of margrave Pallavicini to the post of k.u.k. ambassador to the Ottoman Empire, a post he held from 1906 to 1918. Regarding the choice of margrave Pallavicini to be the diplomatic representative of the Austro- Hungarian monarchy, this study attempts to answer the question what kind of expertise, experience and knowledge regarding the foreign political or rather diplomatic key characteristics of the Ottoman foreign and interior policy qualified Pallavicini for this appointment. During his long diplomatic career, that took him to be posted in Berlin, Paris, London, Belgrade, St. Petersburg and Bukarest, margrave Pallavicini was confronted in different manner, directly as well as indirectly with developments, crises and their consequences surrounding the oriental question and acquired in depth knowledge of the topic, and the information thus gained was put to good use in decision making processes when applicable. Hence the focus of this analysis in on his method of acquiring knowledge and information on the politics of the european great powers regarding their exertion of influence on the Ottoman Empire as well as transfer of information due to his diplomatic activity and his access to facts and his background knowledge as well as personal contacts with regards to the respective k.u.k. diplomatic representative and the k.u.k. Ministry of foreign affairs in Vienna. During his career Pallavicini demonstrated more than once his great diplomatic skill through personal initiative, efficient effort and social commitment. Be it by contact with the rulers of the respective country, be it with high ranking foreign affairs or home affairs representatives of the respective political elite in Serbia, Russia, Romania or the Ottoman Empire. Margrave Pallavicini not only always succeeded during his career in carrying out his official duties to the utmost satisfaction of his direct superiors, the different ministers of foreign affairs but also obtained personal recognition from Emperor Franz Joseph I. With this in mind, this study offers a detailed insights into the conflictual issue of the reorganization of the Balkans keeping in mind the nationalistic aspirations of the Balkan States and an Ottoman Empire made stagnant by inner turmoil and outside threats. Furthermore this study offers an inside view of mechanisms of the Austro-Hungarian diplomacy from the standpoint of a diplomat, who through his effort, his experience and his knowledge was able to make a modest contribution to the orientation of Austro-Hungarian foreign policy within the scope of the oriental issue.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Oriental Question Austria-Hungary - diplomacy Ottoman Empire
Schlagwörter
(Deutsch)
Diplomatiegeschichte Österreich-Ungarn - Diplomatie Orientalische Frage 1875-1913 Osmanisches Reich Botschafter Österreich-Ungarn
Autor*innen
Kurt Perlin
Haupttitel (Deutsch)
Johann Markgraf Pallavicini
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine diplomatische Karriere im Schatten der orientalischen Frage
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
284 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Marija Wakounig ,
Christoph Augustynowicz
Klassifikation
15 Geschichte > 15.36 Europäische Geschichte 1815-1914
AC Nummer
AC13374275
Utheses ID
39194
Studienkennzahl
UA | 092 | 312 | |
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