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Religiosität unter muslimischen Studierenden in Wien
eine qualitative Studie anhand der Glockschen Dimensionen der Religiosität aus der Sicht türkischer Studierender
Senol Yagdi
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Islamische Religionspädagogik
Betreuer*in
Martin Rothgangel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44439
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22427.55699.434562-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit setzt sich auf qualitativer Grundlage mit der Religiosität muslimischer Studierender türkischer Herkunft in Wien auseinander. Die Auswahl der Fälle zielt auf die Erfassung von Personen, die aus sogenannten bildungsfernen Schichten stammen, um deren spezifisches Verhältnis zwischen Bildung, Identität, Integration und individuell gelebter Reli-giosität untersuchen zu können. Im theoretischen Teil der Arbeit werden zunächst die Begriffe der Religion und – im Unterschied dazu – jener der Religiosität (als die subjektive Aus-drucksform von Religion) bestimmt, sowie das Konzept der Identität präzisiert. Daran an-schließend wird das zugrundeliegende Konzept der Dimensionen von Religiosität nach Charles Glock erläutert, das den theoretischen Rahmen für die qualitative Studie bildet. Der qualitativ-empirische Teil orientiert sich bezüglich der Erhebungsmethode an Andreas Witzel und dessen Konzept des problemzentrierten Interviews. Für die Auswertung wird auf ein an der Phänomenologie orientiertes Verfahren, das für die Erfordernisse einer qualitativen Untersuchung angepasst wurde, zurückgegriffen. Die Durchführung der Untersuchung erfolgt anhand von Einzelfällen, die zunächst jeweils für sich und daran anschließend unter Bezug-nahme auf die Dimensionen der Religiosität nach Glock analysiert werden. Als wichtigste Ergebnisse können vor allem die folgenden Aspekte genannt werden: Religio-sität erscheint auf der Grundlage der Erhebungen als das Resultat individuell geprägter Aus-einandersetzungen mit Religion, die den jeweiligen gesellschaftlichen Zustand und die eigene Stellung darin zu reflektieren versuchen. Die religiöse Identität der befragten Personen erweist sich als dynamischer Prozess, der sich in ständiger Wechselwirkung zu den gesellschaftlichen Bedingungen, der eigenen Tradition sowie der eignen Biografie entfaltet. Bildung hat für die interviewten Studierenden insbesondere die Funktion zwischen der eigenen muslimischen Religiosität und der Mehrheitsgesellschaft zu vermitteln. Auf diese Weise trägt Bildung auch zur erfolgreichen Integration bei.
Abstract
(Englisch)
The present master thesis explores the religiousness of Muslim students with a Turkish back-ground in Vienna on the basis of a qualitative methodical approach. The selection of individ-ual cases aims at capturing people who are from a non-academic social parentage in order to examine the relation between identity, education, integration and their individual religious-ness. The theoretical part consists of clarifying the notions of religion, religiousness, and identity, before explaining the concept of religiousness by Charles Glock. The theory of the five di-mensions of religiousness formulated by Charles Glock is being used as a background for the analysis of the empirical material. The qualitative-empirical part uses the problem-centred interview introduced by Andreas Witzel as a method of investigation. The evaluation of the interviews utilizes a transformed method of phenomenology to examine the individual cases. On grounds of individual cases an analysis of the dimensions of religiousness is carried out to investigate the relation between individual and collective aspects of religiousness by considering their connection to identity, education and integration. As the most important results the following aspects can be finally mentioned: On grounds of the empirical case studies, religiousness is shown to be a result of an individual engagement with religion, as well as the social situation in which the persons need to exist, and how they position themselves within society. Their religious identity shows itself as a dynamic process which evolves in constant interplay with the social conditions, the historical tradition, as well as in connection with their individual biography. Education finally plays the role of mediating between their Muslim religiousness, and the modern western society in which they live, thus enabling a successful form of integration.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Second Generation Religiousness Education Identity Integration
Schlagwörter
(Deutsch)
Zweite Generation Religiosität Bildung Identität Integration
Autor*innen
Senol Yagdi
Haupttitel (Deutsch)
Religiosität unter muslimischen Studierenden in Wien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Studie anhand der Glockschen Dimensionen der Religiosität aus der Sicht türkischer Studierender
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
121 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Rothgangel
Klassifikationen
11 Theologie > 11.00 Theologie, Religionswissenschaft: Allgemeines ,
11 Theologie > 11.06 Religionspsychologie ,
11 Theologie > 11.77 Religionspädagogik ,
11 Theologie > 11.84 Islam: Sonstiges
AC Nummer
AC13727680
Utheses ID
39331
Studienkennzahl
UA | 066 | 874 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1