Detailansicht
Körperkonzepte im telematischen Tanz
zwischen Entkörperung, digitaler Verkörperung und leiblicher Erfahrung
Lea Sophia Bernhard
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medientheorie
Betreuer*in
Brigitte Marschall
DOI
10.25365/thesis.44474
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17026.13694.861962-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Vorliegende Arbeit befasst sich mit telematischem Tanz, der als mögliches Beispiel für die
Verschränkung von digitaler Technologie und Körper herangezogen wird. Sowohl der Frage nach
dem Stellenwert der leiblichen Erfahrung in einer zunehmend digitalisierten, auf
Informationsaustausch basierenden Gesellschaft wird hier nachgegangen als auch werden
aufzufindende Tendenzen hin zu einer Entkörperung, körperlichen Erweiterung und Verkörperung
beschrieben. Dazu werden verschiedene Körperkonzepte betrachtet, die sich sowohl mit dem
christlich geprägten dualistischen Menschenbild auseinandersetzen, eine eher gesamtkörperliche
Körperbetrachtung verfolgen als auch von einer Verbindung des biologischen Organismus mit
Technologien ausgehen.
Die dem telematischen Tanz zu Grunde liegende Technik der Videokonferenz teilt dieser Tanzform
den Mehrwert zu, über räumliche Distanz hinweg zeitgleich an einer gemeinsamen Choreographie
beteiligt zu sein und ebenso auf spontane körperliche Regungen der Ko-TänzerInnen reagieren zu
können. Dass hier das digitale Videobild der jeweils geographisch entfernten TänzerInnen
wesentlich ist, um diese Tanzform erst zu ermöglichen und es somit auch die eigene leibliche
Erfahrung der einzelnen TänzerInnen beeinflusst, zeigt den schmalen Grat auf, der zwischen den
verschiedenen Formen von Körperlichkeit liegt, welche dem telematischen Tanz innewohnen.
Ein wichtiger Schluss dieser Arbeit ist, dass die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft nicht
zwangsläufig zu einem reinen Informations- und Bewusstseinsaustausch führen muss, sondern
deren Vorteile wie etwa die globale Partizipationsmöglichkeit auch dahingehend verwendet werden
können, ebenso die leibliche Erfahrung miteinzubeziehen.
Abstract
(Englisch)
The thesis deals with telematic dance which is used as an example for a possible entanglement of
digital technology and the body. The question of bodily experience in a society that is increasingly
shaped by digital technology and information transfer is being explored as well as tendencies
towards disembodiment, bodily extension and embodiment are being described. For that purpose a
look is being taken on various body concepts beginning with the dualistic idea of man shaped by
Christianity to a rather holistic conception of body and also to a notion of it that combines the
biological organism with technology.
Videoconference technology forms the basis for telematic dance and makes it possible to participate
in the same choreography at the same time and thus to react to spontaneous movements of the
distant dancer's body despite geographical distance. The fact that the digital body image influences
the dancer's experience of his or her own body indicates the thin line between the different notions
of body that can be found in this kind of dance.
Therefore an important conclusion of the thesis is that the increasing digitalisation of society does
not necessarily have to lead only to information and consciousness transfer but that its advantages
as for example the possibility of global participation can also be used in favor of bodily experience.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
telematic dance disembodiment digital body extension body concepts
Schlagwörter
(Deutsch)
telematischer Tanz Entkörperung digitale Körpererweiterung Körperkonzepte
Autor*innen
Lea Sophia Bernhard
Haupttitel (Deutsch)
Körperkonzepte im telematischen Tanz
Hauptuntertitel (Deutsch)
zwischen Entkörperung, digitaler Verkörperung und leiblicher Erfahrung
Paralleltitel (Englisch)
Body concepts in telematic dance. Between disembodiment, digital embodiment and bodily experience
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
102 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.00 Kommunikationswissenschaft: Allgemeines ,
24 Theater > 24.15 Tanzkunst, Bewegungskunst
AC Nummer
AC13366850
Utheses ID
39363
Studienkennzahl
UA | 066 | 582 | |
