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Krankheitswahrnehmung, Krankheitsverarbeitung und gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Fibromyalgie
Katrin Holuba
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44496
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17026.19024.820468-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich mit dem Einfluss der Erkrankung am Fibromyalgie-Syndrom auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HrQoL) und die damit im Zusammenhang stehenden Konstrukte der Krankheitswahrnehmung und -bewältigung. Darüber hinaus wurden Gruppenunterschiede bezüglich der Dauer bis zur Diagnosestellung, Behandlungsmethoden und Geschlecht untersucht. Die Daten wurden mit Hilfe einer online durchgeführten Befragung anhand von 170 ProbandInnen erfasst. Zum Einsatz kamen dabei ein soziodemographischer Fragebogen, das Short-Form-36 Health Survey (SF-36), der deutschsprachige Illness Perception Questionnaire-Revised (IPQ-R) und die Kurzform des Freiburger Fragebogens zur Krankheitsverarbeitung (FKV-LIS). Zusätzlich wurden noch krankheitsspezifische Informationen erhoben. Die Ergebnisse zeigten, dass die HrQoL der erkrankten Personen deutlich niedriger als die der Normpopulation ist. Besonders die wahrgenommenen Konsequenzen durch die Erkrankung standen im negativen Zusammenhang mit der HrQoL. Moderate Korrelationen wurden auch zwischen der emotionalen Repräsentation und den psychischen Komponenten der SF-36 gemessen. Die Verarbeitungsstrategien „Bagatellisierung und Wunschdenken“ und „Depressive Verarbeitung“ wiesen dabei den stärksten negativen Einfluss auf die HrQoL, vor allem auf die psychischen Skalen, auf. Personen, die eine psychologische/psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nahmen, hatten im Vergleich zu Personen, die keine derartige Therapie in Anspruch nahmen, signifikant niedrigere Werte in den Bereichen der körperlichen Funktionsfähigkeit und des psychischen Wohlbefindens und gaben an, stärker unter körperlichen Schmerzen und deren Einfluss zu leiden. Die Wahrnehmung der Konsequenzen der Erkrankung auf das alltägliche Leben war in der Gruppierung mit zusätzlicher psychologischer/psychotherapeutischer Behandlung auch signifikant höher. Die Gruppen, die anhand der Länge der Zeitspanne bis zur Diagnosestellung des FMS differenziert wurden (Früherkennung, Normbereich, Späterkennung), zeigten hinsichtlich der untersuchten Konstrukte nur einen signifikanten Unterschied zwischen der Gruppe der Früherkennung und der Späterkennung in Bezug auf die persönliche Kontrolle. Es konnten keine Geschlechtsunterschiede festgestellt werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Krankheitswahrnehmung Krankheitsverarbeitung gesundheitsbezogene Lebensqualität Fibromyalgie
Autor*innen
Katrin Holuba
Haupttitel (Deutsch)
Krankheitswahrnehmung, Krankheitsverarbeitung und gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Fibromyalgie
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
95 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC13464409
Utheses ID
39384
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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