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Gewichtsstigma in Ernährungsfachbüchern
eine qualitative Analyse deutschsprachiger Literatur
Ivonne Bauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Jürgen König
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44621
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10108.42519.888558-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Übergewichtige und adipöse Menschen sind in unserer Gesellschaft häufig gewichtsbezogener Stigmatisierung ausgesetzt. Diese Art der sozial akzeptierten Diskriminierung wertet betroffene Personen häufig ab und resultiert in Chancenungleichheiten in vielen Lebensbereichen. Das Phänomen Gewichtsstigma kann außerdem eine Quelle der sozialen Kontrolle darstellen, die weltweit als Strategie zur Bekämpfung von Adipositas verwendet wird (Primum Non Nocere). Rezente Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass gewichtsstigmatisierende Aussagen mitunter unerwünschte oder sogar paradoxe Wirkungen induzieren. Übergewichtige und adipöse Personen konsumieren mehr oder kalorienreichere Lebensmittel, wenn sie gewichtsbezogener Diskriminierung ausgesetzt sind. Aus diesem Grund sollte Gewichtsstigma nie als Instrument zur Bekämpfung von Adipositas verwendet werden. Die Annahme, Übergewicht sowie Gewichtszunahme resultieren aus Mangel an Selbstbeherrschung und Selbstverantwortung, führt zu impliziten und expliziten Formen des Gewichtsstigma. Infolgedessen werden übergewichtige Personen oft als faul, zügellos und willensschwach (explizites Stigma) dargestellt. Das Ziel dieser Arbeit ist, ausgehend von impliziten Gewichtsstigmen unter Nutzung qualitativer Forschungsmethoden herauszufinden, inwiefern Ernährungsexperten in deutschsprachigen Fachbüchern gewichtsstigmatisierende Aussagen verwenden. Dafür wurde eine Kombination aus der Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring (2002) und des thematischen Kodierens nach Uwe Flick (2005) verwendet. Zur Unterstützung der Auswertung wurde teilweise das Textanalyseprogramm Atlas.ti. herangezogen. Gesundheitsexperten bedienen sich häufig beider Stigmaformen (implizit und explizit). Im Gesundheitswesen äußern sich diese Vorurteile durch eine schlechtere medizinische Versorgung. Implizite Einstellungen sanken von 2001 bis 2013, während explizite Einstellungen in diesem Zeitraum verstärkt vorkamen. Die Ergebnisse zeigen die Wichtigkeit einer sorgfältig durchdachten Wortwahl. Ernährungsexperten gehen teilweise mit gutem Beispiel voran, indem sie sich in Fachbüchern einer neutralen Sprache bedienen. Obwohl diese Beobachtung von großer Bedeutung ist, sind bis heute keine qualitativen Forschungsergebnisse veröffentlicht worden, wie implizite Gewichtsstigmatisierungen von Gesundheitsexperten transportiert werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gewichtsstimga Stigma Ernährungsfachbücher
Autor*innen
Ivonne Bauer
Haupttitel (Deutsch)
Gewichtsstigma in Ernährungsfachbüchern
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Analyse deutschsprachiger Literatur
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
77 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen König
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC13394770
Utheses ID
39505
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1