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Wohin entwickelt sich die bosnisch-herzegowinische Jugend?
Ines Marinkovic
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Birgit Englert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.4464
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30100.33652.980461-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Demokratisierung ist kein theoretisches Konstrukt, sondern längst eine realpolitische Strategie. Es wird davon ausgegangen, dass die Ausbreitung von Demokratie und Marktwirtschaft, unter anderem, dazu beitragen wird, dass in der Zukunft die Anzahl der Kriege, weltweit zurückgehen wird. Das Problem an der Demokratisierung ist jedoch immer größer werdende Anzahl der Staaten, die als defekte, und somit als relativ funktionsunfähige Demokratien beschrieben werden können. Das Gegenbild einer defekten Demokratie, ist nicht die perfekte Demokratie, sondern eine rechtsstaatliche, funktionsfähige Demokratie. Die umstrittene Frage in der Forschung ist also, mit welchen Methoden und mit Hilfe welcher Akteure, den Transformationsstaaten geholfen werden kann, dieses Ziel zu erreichen. Nachdem die Demokratie, auch immer eine Frage von Werten ist und mit der Sozialisierung politischer Subjekte zusammenhängt, scheint es plausibel, in einem ersten Schritt nach dem Verständnis der Demokratie und nach der Wahrnehmung des Demokratisierungsprozesses in einem Transformationsland zu fragen. Dadurch rückt der Mensch in den Mittelpunkt der Forschung, womit die Demokratie, ihre subjektive Seite offenbart. Die individuelle Vorstellung von demokratischen Werten und Prinzipien in Bosnien und Herzegowina, und davon handelt auch diese Arbeit, unterscheidet sich nicht so sehr im theoretischen Sinne von den individuellen Vorstellungen in westlichen Demokratien. Sie unterscheidet sich aber wesentlich in Bezug auf die Inhalte dieser Vorstellungen. Der Wahrnehmung der Demokratisierungsprozesse, liegt immer eine bestimmte Wahrnehmung der demokratischen Werte zu Grunde. Nicht die einzelnen Religionen und Traditionen, und darauf aufgebaute Identitäten sind die Bremse der Demokratisierung in BiH, sondern vielmehr ihr gegenseitiger Einfluss auf einander über eine lange Zeit hinweg, eine gemeinsame politische Kultur des Sozialismus sowie daraus entstehende Gemeinsamkeiten in der Wahrnehmung der demokratischen Werte. Nicht die zementierten ethnisch-religiösen Unterschiede sind die Bremse der Demokratisierung in BiH, sondern vielmehr das gleiche Verständnis von Demokratie des größten Teils der BürgerInnen in BiH. Junge Menschen mit höherer Bildung in Sarajevo, stellen hier keine Ausnahme. Aus den Interviews geht hervor, dass ihr Verständnis von Demokratie sowohl Elemente aus dem vorherigen als auch aus dem jetzigen politischen System beinhaltet.
Abstract
(Englisch)
Democratization as a peace strategy is not a theoretical framework anymore, but a real-political Strategy. It is assumed that the spread of democracy and free market economy will decrease the amount of wars worldwide, in the future. The problem with democratization is the ever increasing number of States who are classified as defect democracies and therefore rendered not functional. The opposite of a failed or defect democracy is not a perfect democracy, but rather a constitutional functional democracy. The controversial question in research remains, which methods and what protagonists are necessary to help the States in transition achieve their goals. Since democracy is always a question of values and is related to the socialization of political subjects, it seems plausible in a first step, to query the understanding of democracy and the perception of the democratization process in the transitional state. Therefore, the focus is placed on the person, whereby democracy discloses its subjective side. The individual perception of democratic values and principles in Bosnia and Herzegovina, which is the essence of this paper, does not differ much in theoretical sense, to the individual perceptions in western democracies. The differences lie within the content of these perceptions. The perception of democratization processes correlates to the perception of democratic values. It is not the individual religions or traditions and the identities based on them that slow down democratization in Bosnia and Herzegovina, but rather their interrelated influence over a long period, their collective political culture of Socialism and the resulting similarities in the perception of democratic values. The deceleration of democratization in Bosnia and Herzegovina is not caused by ethnic-religious differences, but by the similar grasp of democracy within the majority of citizens. Even young people in Sarajevo with a higher level of education do not provide an exception. Interviews with young people in Sarajevo illustrate that their individual perception of democratic values and principles include both aspects of the former political system and the current democratic regime.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
development youth democratization Bosnia and Herzegovina
Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklung Jugend Demokratisierung Bosnien und Herzegowina
Autor*innen
Ines Marinkovic
Haupttitel (Deutsch)
Wohin entwickelt sich die bosnisch-herzegowinische Jugend?
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
172 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Englert
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.00 Wissenschaft und Kultur allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC07715826
Utheses ID
3963
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1