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Die Rolle von kognitiver Flexibilität im modernen Berufsleben
Wechselwirkung mit Arbeitsanforderungen und Einfluss auf Arbeitserfolg? Arbeitnehmer/innen und Unternehmer/innen im Vergleich
Julia Schöllbauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Bettina Kubicek
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44894
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20891.53982.642170-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zeitlich und örtlich flexible Arbeitsmodelle konfrontieren Erwerbstätige mit mehr Wahlmöglichkeiten und Autonomie. Um mit diesen neuen Arbeitsanforderungen umgehen zu können, sind gewisse kognitive Fähigkeiten notwendig. Im Rahmen der Person-Environment Fit Theorie und der Theory of Work Adjustment diskutiert diese Masterarbeit die Fähigkeit zu kognitiver Flexibilität als mögliche Ressource im Berufsleben von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie von Unternehmerinnen und Unternehmern. Kognitive Flexibilität ermöglicht es Personen, flexibel zwischen unterschiedlichen kognitiven Sets wechseln zu können, um ihr Verhalten schnell, adäquat und effektiv an neue Situationen anpassen zu können. Zwei Längsschnittstudien wurden durchgeführt: 320 Arbeitnehmer/innen und 126 Unternehmer/innen füllten im Abstand von vier Monaten zwei Mal einen Online-Fragebogen aus. Der statistische Gruppenvergleich ergab, dass sich Arbeitnehmer/innen und Unternehmer/innen nicht signifikant in ihrer Fähigkeit zu kognitiver Flexibilität unterscheiden. Unternehmer/innen erleben mehr berufliche Planungsanforderungen und mehr Möglichkeiten zu zeitlich und örtlich flexibler Arbeit als Arbeitnehmer/innen. Beide Stichproben wiesen keinen Zusammenhang zwischen kognitiver Flexibilität und Arbeitsleistung bzw. Unternehmenserfolg auf. Bei der Gruppe der Arbeitnehmer/innen sagten Entscheidungsanforderungen die Ausprägung kognitiver Flexibilität positiv vorher und vice versa, was auf eine wechselseitige Interaktion beruflicher Entscheidungsanforderungen und der Fähigkeit zu kognitiver Flexibilität schließen lässt. Die Stichprobe der Unternehmer/innen wies keinen solchen Zusammenhang auf. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass Unternehmer/innen in erster Linie von mathematischen, technischen und sozialen Fähigkeiten profitieren, während Arbeitnehmer/innen in ihren Berufen vermehrt kognitive und sprachliche Kompetenzen benötigen. Abschließend werden Limitationen dieser Studie und Vorschläge für die weitere Erforschung kognitiver Flexibilität im Bereich der Arbeitspsychologie angeführt.
Abstract
(Englisch)
Flexible work arrangements allow wage earners to conduct their work with temporal and spatial flexibility while confronting them with more alternatives and more autonomy. Certain cognitive skills are needed to cope with this new demands of work. This master’s thesis discusses the role of cognitive flexibility as a resource for employees and entrepreneurs, framed by the PersonEnvironment Fit Theory and the Theory of Work Adjustment. Cognitive flexibility enables people to shift between cognitive sets in a most flexible way to adapt quickly, appropriately and effectively to new situations. Two longitudinal studies were carried out: 320 employees and 126 entrepreneurs filled out an online questionnaire twice in an interval of four months. Comparing the two groups statistically revealed no significant difference in their ability for cognitive flexibility. Entrepreneurs experienced more planning demands and more possibilities to time and place their work flexibly. In neither group a direct connection between cognitive flexibility and work performance respectively business success was found. The employees’ decision making demands positively predicted their cognitive flexibility and vice versa – cognitive flexibility and decision making demands interacted mutually, but only in the working life of employees. A possible explanation for this distinction could be that the two groups profit from different abilities: Employees benefit from cognitive and linguistic skills whereas entrepreneurs benefit from mathematical, technical and social skills. Finally, limitations and suggestions for future research on cognitive flexibility in the field of occupational psychology are stated.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
flexible work arrangements FWA cognitive flexibility planing and decision making demands employees entrepreneurs
Schlagwörter
(Deutsch)
zeitlich und örtlich flexible Arbeit kognitive Flexibilität kognitive Arbeitsanforderungen Entscheidungsanforderungen Planungsanforderungen ArbeitnehmerInnen UnternehmerInnen
Autor*innen
Julia Schöllbauer
Haupttitel (Deutsch)
Die Rolle von kognitiver Flexibilität im modernen Berufsleben
Hauptuntertitel (Deutsch)
Wechselwirkung mit Arbeitsanforderungen und Einfluss auf Arbeitserfolg? Arbeitnehmer/innen und Unternehmer/innen im Vergleich
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
62 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Bettina Kubicek
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC13395625
Utheses ID
39738
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1