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Die schulische Teilhabe im Kontext einer chronischen Erkrankung
Vergleich von chronisch kranken und gesunden Kindern und Jugendlichen anhand der Schulischen Partizipationsskalen 24/7 (S-PS 24/7)
Anna Meta Katharina Müller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Diplomstudium Psychologie
Betreuer*in
Pia Deimann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44898
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29613.30967.123765-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Aufgrund der höheren Überlebensraten bei schweren Krankheiten gewinnen chronische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zunehmend an Bedeutung. Im Alltag können diese Erkrankungen neurokognitive und psychosoziale Konsequenzen zur Folge haben, was zu Einschränkungen in der schulischen Teilhabe von Betroffenen führen kann. Eine integrierte Betrachtung der schulischen Partizipation bei Vorliegen einer chronischen Erkrankung war bislang ausständig. Methode: Mithilfe des ICF-basierten Fragebogens ‚Schulische Partizipationsskalen 24/7 (S-PS 24/7)‘ wurden retrospektiv Elterneinschätzungen der schulischen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen (n=317) und von gesunden Kindern und Jugendlichen (n=405) analysiert und mittels t-Tests verglichen. In der Stichprobe der chronisch kranken Kinder waren ZNS-Tumoren (n=127), sonstige neuropädiatrische Erkrankungen (n=29), Diabetes (n=41), sonstige Stoffwechsel¬störungen (n=51), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (n=56) und Nierenerkrankungen (n=13) vertreten. Diese Gruppen wurden mithilfe von Varianzanalysen, Welch-Tests und Kruskal-Wallis-Tests miteinander verglichen. Ergebnisse: Kinder und Jugendliche mit verschiedenen chronischen Krankheiten zeigten aus Sicht ihrer Eltern unterschiedliche Ressourcen und Defizite in ihrer schulischen Partizipation. Die Gesamtgruppe der chronisch kranken Kinder und Jugendlichen erreichte in allen überprüften Dimensionen der schulischen Teilhabe verglichen mit der gesunden Stichprobe signifikant geringere Werte. Inhaltlich bedeutsame Unterschiede (kleine bis mittlere Effekte) waren für alle Skalen mit Ausnahme der emotionalen Funktionen festzuhalten. Im Vergleich zwischen den verschiedenen chronischen Erkrankungen zeigten sich signifikante und inhaltlich bedeutsame Unterschiede (mittlere bis große Effekte) in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denkfunktionen, Lernen und Wissensanwendung sowie Grob- und Feinmotorik. Diskussion: Die Ergebnisse legen nahe, dass chronisch kranke Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Risiko für Beeinträchtigungen in ihrer schulischen Teilhabe besitzen, wobei unterschiedliche Erkrankungen differenziert zu betrachten sind. Eine verstärkte Aufmerksamkeit für die Folgen chronischer Erkrankungen in der Schule von Seiten des Bildungswesens erscheint unabdingbar. Als zentrale Empfehlung für die Praxis geht hervor, dass Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen mehr Zugang zu Unterstützungsmöglichkeiten für die schulische Reintegration und den schulischen Alltag erhalten sollten.
Abstract
(Englisch)
Purpose: Due to higher survival rates among severely ill children and adolescents, chronic illnesses are gaining importance. In everyday life, these illnesses can have an adverse effect on neurocognitive and psychosocial functions which also impacts their school participation. Since there is a lack of evidence, this study aims to shed light on the topic. Methods: A retrospective data alanysis was carried out, using the ICF-based questionnaire ‘School Participation Scales 24/7 (S-PS 24/7)’ (external assessment by parents). Data from chronically ill children (n=317) as well as their healthy peers (n=405) was analyzed and compared using t-tests. The chronically ill sample included children with CNS tumors (n=127), other neuropediatric conditions (n=29), diabetes (n=41), other metabolic diseases (n=51), cardiovascular diseases (n=56), and renal diseases (n=13). These different samples were compared using ANOVAs, Welch-Tests, and Kruskal-Wallis-Tests. Results: According to their parents, children and adolescents with various chronic illnesses differ in their resources and deficits regarding school participation. The overall sample of chronically ill children showed significantly lower scores in all areas of school participation. Small to medium effects were found in all dimensions of school participation, except for emotional functions. A comparison of different illnesses revealed significant results and medium to large effects in the dimensions attention, memory, thought functions, learning and applying knowledge, as well as gross and fine motor skills. Conclusion: According to the results, children with chronic illnesses are at risk of impaired school participation. Different illnesses should be regarded separately. Educational systems should pay increased attention to the adverse impact of chronic illnesses on school participation. As a main recommendation, school reintegration of students with a chronic illness should be facilitated and their overall participation possibilities increased.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
chronic illness participation children adolescents school ICF-CY S-PS 24/7 questionnaire pediatrics
Schlagwörter
(Deutsch)
Chronische Erkrankung Partizipation Kinder Jugendliche Schule ICF-CY S-PS 24/7 Fragebogen Pädiatrie
Autor*innen
Anna Meta Katharina Müller
Haupttitel (Deutsch)
Die schulische Teilhabe im Kontext einer chronischen Erkrankung
Hauptuntertitel (Deutsch)
Vergleich von chronisch kranken und gesunden Kindern und Jugendlichen anhand der Schulischen Partizipationsskalen 24/7 (S-PS 24/7)
Publikationsjahr
2015
Umfangsangabe
XII, 201, XLII Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Pia Deimann
Klassifikationen
44 Medizin > 44.67 Kinderheilkunde ,
44 Medizin > 44.77 Stoffwechselkrankheiten ,
44 Medizin > 44.81 Onkologie ,
44 Medizin > 44.85 Kardiologie, Angiologie ,
44 Medizin > 44.88 Urologie, Nephrologie ,
44 Medizin > 44.89 Endokrinologie ,
44 Medizin > 44.90 Neurologie ,
77 Psychologie > 77.08 Psychologische Diagnostik ,
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie ,
77 Psychologie > 77.56 Jugendpsychologie ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie ,
77 Psychologie > 77.82 Rehabilitation
AC Nummer
AC12716531
Utheses ID
39742
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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