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Die jüdische familiäre Sabbatfeier als Vorbild für eine familiäre Feier der Sonntagsbegrüßung am Samstagabend (?)
Klemens Maria Reidlinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Katholische Religion UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Hans-Jürgen Feulner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.44969
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29615.72153.944469-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Den im Sieben-Tage-Rhythmus wiederkehrenden Ruhetag hat die Welt dem Judentum zu verdanken. Im Laufe der Jahrtausende haben jüdische Familien eine ausgeprägte Feierkultur des Sabbats entwickelt, der für sie nicht nur Tag der Arbeitsruhe, sondern auch der Freude ist. Das Christentum hat anstelle des siebten Tages den ersten Tag der Woche als Tag der Auferstehung Jesu gottesdienstlich zu feiern begonnen. Erst später wurde auch die im dritten Gebot angeordnete Arbeitsruhe auf den Sonntag übertragen. Obwohl sich im „christentümlichen“ Europa eine umfassende Sonntagskultur entwickelte, wurde der Sonntag doch stets hauptsächlich in Kirchen, nur zweitrangig in Familien gefeiert. Mit dem Ende der „christentümlichen“ Gesellschaft gingen auch die Reste dieser familiären Feier¬kultur des Sonntags weitgehend verloren. Genau hier setzt diese Arbeit an. Sie stellt die These auf, dass der „Krise des Sonntags“ zumindest teilweise damit begegnet werden kann, dass in Familien ein feierlicher Beginn des Sonntags gesetzt wird. Um diese These zu untermauern, sammelt sie Beispiele für Sonntags¬eröffnungen am Samstagabend. Fündig wird sie zunächst bei orthodoxen und orientalischen Kirchen und im katholischen Mönchtum. Seit der Neubesinnung auf die jüdischen Wurzeln kam es aber auch zu einer Wiederentdeckung des Sabbats im Christentum. Ab den 1980er Jahre tauchen in liturgie-wissenschaftlichen Zeitschriften Vorschläge auf, den Sonntag in Analogie zur jüdischen Sabbatfeier bereits am Samstagabend feierlich zu eröffnen. Einige der vorgeschlagenen Entwürfe übernehmen auch Gebete und Rituale aus der Sabbatliturgie, was einige theologische Probleme aufwirft, da sich der Sabbat vom Sonntag bezüglich seiner Begründung und seiner Vorschriften stark unterscheidet. Die Arbeit folgt nicht der Linie, die jegliche Übernahme liturgischer Elemente aus dem Judentum als „religiösen Raub“ verurteilt, sondern versucht Kriterien dafür aufzustellen, wo eine solche Übernahme oder christliche Adaption gerechtfertigt sein kann. Sodann untersucht sie die einzelnen Elemente der vorgestellten Feiern zur Sonntagsbegrüßung auf ihre Verwendbarkeit in der familiären Hausliturgie und liefert zum Schluss eigene Vorschläge für eine familiäre Feier der Sonntagsbegrüßung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Sunday Sabbath familiy prayer
Schlagwörter
(Deutsch)
Sonntag Sabbat Familiengebet Hausliturgie Sonntagseröffnung Sonntagskultur
Autor*innen
Klemens Maria Reidlinger
Haupttitel (Deutsch)
Die jüdische familiäre Sabbatfeier als Vorbild für eine familiäre Feier der Sonntagsbegrüßung am Samstagabend (?)
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
118 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hans-Jürgen Feulner
Klassifikation
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.00 Theologie, Religionswissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC13752522
Utheses ID
39807
Studienkennzahl
UA | 190 | 020 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1