Detailansicht
Twitter-Literatur
Möglichkeiten der digitalen Literatur im Web 2.0
Veronika Krichenbauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
DOI
10.25365/thesis.44997
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29616.12095.737363-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Wir leben in einem Zeitalter, das vom technologischen Fortschritt geprägt ist. Durch die Erfindung des Personal Computers hat sich unser Alltag und unser Berufsleben verändert. Wir kommunizieren anders, wir arbeiten anders und beschaffen uns Wissen und Informationen anders, als zuvor. Auch die Literatur nutzt das Internet und den Computer, um sich ein neues Medium zu schaffen. Leser/innen können Literatur dadurch anders erfahren, als es im Printmedium möglich ist.
Durch das Web 2.0 wurde eine neue Evolutionsstufe erreicht. Die User/innen rücken in den Vordergrund und werden in den Schaffens- und Gestaltungsprozess miteinbezogen. Die bekanntesten Applikationen des Web 2.0 sind soziale Netzwerke. Nutzer/innen können diese mit eigenem Inhalt füllen und weltweit mit anderen kommunizieren und interagieren.
Die Basis von digitaler Literatur ist immer, dass die Werke nur digital existieren können und nicht im Printmedium. Twitter generiert seinen Mehrwert aus der Kommunikationsmöglichkeit und Vernetzung seiner Nutzer/innen untereinander. Daraus lässt sich folgern, dass es sich bei Literatur auf Twitter um digitalisierte Literatur handelt. Es stellt sich für diese Arbeit die Frage, welche Art und Form der digitalen Literatur auf Twitter genutzt wird und welche Möglichkeiten es gibt.
Zu Beginn der Arbeit werden die verschiedenen Funktionsweisen des Web 2.0 im Allgemeinen beschrieben. Es wird ein Überblick über die Funktionen des Web 2.0 gegeben, um eine Basis für die weiteren Ausführungen zu schaffen und diese im Kontrast zum Web 1.0 zu setzen. Anschließend wird auf die Eigenschaften von Twitter eingegangen. Es soll ein Grundverständnis für das Medium geschaffen werden.
Da in dieser Arbeit die digitale Literatur als Ausgangspunkt steht, werden daran anschließend die Definitionen und Merkmale der digitalen und digitalisierten Literatur nach Roberto Simanowski beschrieben. Diese Terminologie bildet die Basis für jeden Diskurs über digitale und digitalisierte Literatur.
Darauf aufbauend werden die vier Hauptgruppen der digitalen Literatur nach Florian Hartling aufgezählt und beschrieben. Diese vier Hauptgruppen basieren auf Simanowskis Merkmalen, jedoch hat Hartling sie nur als Grundlage genutzt und die Gruppen erweitert. Die Ausführungen dieser Arbeit beziehen sich primär auf diese vier Hauptgruppen. Hartling erweitert seine Definitionen um aktuelle Projekte und Veränderungen in der Technik.
Der Hauptteil dieser Arbeit ist die Analyse von digitaler Literatur und deren Möglichkeiten im Web 2.0. Um der Analyse eine nachvollziehbare Struktur zu geben, werden erst die Handlungskomponenten nach Schmidt beschrieben und die Analyse darauf aufgebaut. Es wird in diesem Teil der Arbeit beleuchtet, welche Möglichkeiten und Herausforderungen es für Autor/innen und Rezipierende auf Twitter gibt. Ein besonderer Fokus wird auf die computervermittelte Kommunikation auf Twitter im Zusammenhang mit der digitalen Literatur gelegt. Schließlich werden die verschiedenen Informationsmöglichkeiten, die sich für alle Akteurinnen und Akteure ergeben, beschrieben. Dadurch ergibt sich ein allgemeines Bild der Möglichkeiten der digitalen Literatur auf Twitter.
Um diese Ausführungen näher zu beleuchtet werden anschließend drei Account-Beispiele – @RenateBergman, @Anousch und @VeryShortStory – ausgeführt. Es wird belegt, inwieweit sich die eben beschriebenen allgemeinen Ausführungen auf direkte Beispiele umlegen lassen.
Darauf folgen zwei weitere Beispiele von ausgewählten Hashtags: #microfiction und #6words. Diese wurden gewählt, weil sie einen klaren Literaturbezug beinhalten und deswegen für die Analyse geeignet erscheinen.
Zum Schluss werden die Ergebnisse der Arbeit nochmals zusammengefasst und ein Ausblick für die Zukunft der digitalen Literatur auf Twitter und im Web 2.0 gegeben.
Es wird in dieser Arbeit deutlich, dass sich für die Literatur und deren Akteurinnen/Akteure neue und diverse Möglichkeiten ergeben. Durch die zeit- und ortsunabhängige Vernetzung können Rezipierende direkt in den Schaffensprozess der Literatur auf Twitter eingebunden werden. Aber auch nach der Publikation eines Textes sind die Leser/innen Teil der Literatur. Sobald sie darauf reagieren, werden sie selbst zu literarischen Akteurinnen/Akteuren.
Es zeigt sich jedoch auch, dass es sich bei Literatur im Web 2.0 nicht um ein Medium handelt, dass das Printmedium verdrängen wird oder kann, sondern lediglich eine Ergänzung und eine Spielwiese für eine neue Art von Literatur darstellt.
Abstract
(Englisch)
The World around us is changing. We live in an age that is shaped by technology. Our everyday lives and professional lives have changed with the invention of the personal computer and the internet. It was the beginning of a new way of communicating, doing our jobs and obtaining information. Furthermore, literature started to use the internet and the computer as a new medium. Readers can experience literature in another way, much different than with print literature.
Through the Web 2.0, a new evolutionary step has been reached, as it focusses on the user – who can now be involved in the creative and production process. This Master thesis examines the opportunities of literature in the Web 2.0, more precisely literature on Twitter. For this, an analysis of the Web 2.0 application Twitter was carried out, by reference to the characteristics of digital literature. The results were then illustrated by tree accounts and two Hashtags on Twitter.
The results clearly show that there are new und diverse opportunities for literature itself, as well as for authors and readers. Furthermore, it appears that literature in the Web 2.0 won’t replace print literature as we know it. It is rather to be seen as a complementary tool to work with and within literature
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Twitter Literatur Web 2.0 digitale Literatur
Autor*innen
Veronika Krichenbauer
Haupttitel (Deutsch)
Twitter-Literatur
Hauptuntertitel (Deutsch)
Möglichkeiten der digitalen Literatur im Web 2.0
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
126 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.99 Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC13427045
Utheses ID
39831
Studienkennzahl
UA | 066 | 870 | |
