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Die Europaregionen im Mehrebenensystem der EU
Entwicklung und Einbettung der Europaregionen im Mehrebenensystem der EU am Beispiel der EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino
David Tröbinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Gerda Falkner
DOI
10.25365/thesis.45069
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25685.98520.766166-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Europäische Union ist in ihrer Entwicklung gekennzeichnet von einer zunehmenden Anzahl an politischen und sozialen Akteuren. Mit der vorliegenden Arbeit „Die Europaregionen im Mehrebenensystem der EU“ werden der Stellenwert und die Einbettung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften im Mehrebenensystem der Europäischen Union untersucht. Als ausgewähltes Fallbeispiel dient der Europäische Verbund territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Die Forschungsfrage der Arbeit lautete: „Hat sich das Konzept der Europaregionen als erfolgreiche Errungenschaft der Europäischen Union erwiesen?“ Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde ein Kriterienkatalog anhand des Europäischen Rahmenabkommens über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften und des Multi-Level Governance Ansatzes erstellt.
In weiterer Folge werden Begrifflichkeiten wie Region, Regionalismus und Europaregion definiert, eine Typologisierung von Europaregionen vorgenommen und die bisherige Entwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften zusammengefasst. Nachdem die EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino vorgestellt wurde, wird deren Einbettung in das Mehrebenensystem der EU analysiert. Dabei wird die Analyse in drei Ebenen unterteilt: Die substaatliche, staatliche und suprastaatliche Ebene.
Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass sich die EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in ihrer aktuellen Form in bestimmten Bereichen etablieren konnte. Auf substaatlicher Ebene konnte sie durch ihre Organisations- und Veranstaltungsfähigkeiten eine wichtige Rolle in der Herstellung von überstaatlicher Zusammenarbeit einnehmen. Auf der staatlichen Ebene besitzt der Europäische Verbund keine politischen und institutionellen Mitbestimmungsmöglichkeiten. Aktuell wird von den teilnehmenden Gebietskörperschaften ein erster Versuch unternommen, diesen Umstand zu ändern. Sowohl auf der substaatlichen wie staatlichen Ebene ist der Vergleich mit anderen Europaregionen und Europäischen Verbünden nur schwer möglich. Jede Institution verfolgt ihre eigenen Ziele und wird von den regionalen wie staatlichen Akteuren mit unterschiedlichen Aufgaben betraut. Auf der suprastaatlichen Ebene verfügen die Europäischen Verbünde innerhalb des Ausschusses der Regionen seit 2011 über eine Plattform, welche ihnen einen beratenden Zugang zum politischen Diskurs der EU ermöglicht. Darüber hinaus sind die Europaregionen und Europäischen Verbünde durch gemeinschaftliche (Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen) und private (Vertretungsbüros) Lobbygremien auf der europäischen Ebene aktiv.
Die Auswertung der Kriterien führt bei der Beantwortung der Forschungsfrage zur Schlussfolgerung, dass die EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino nur teilweise als eine erfolgreiche Umsetzung des Konzepts der Europaregionen gesehen werden kann.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
EU European Union EGCC European cross-border cooperation groupings Multi-Level Governance
Schlagwörter
(Deutsch)
EU Europäische Union Europaregionen EVTZ EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino Mehrebenensystem Europa der Regionen /Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften Europäischer Verbund territorialer Zusammenarbeit
Autor*innen
David Tröbinger
Haupttitel (Deutsch)
Die Europaregionen im Mehrebenensystem der EU
Hauptuntertitel (Deutsch)
Entwicklung und Einbettung der Europaregionen im Mehrebenensystem der EU am Beispiel der EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino
Publikationsjahr
2016
Umfangsangabe
127 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerda Falkner
AC Nummer
AC13437865
Utheses ID
39893
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
