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Trauerarbeit - Vom Tabu zu einem relevanten Thema der Kinder- und Jugendliteratur
Andrea Baumann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Ernst Seibert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.45275
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25689.23682.462354-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Trauer und die damit verbundene Trauerarbeit waren lange Zeit ein Thema, welches in der Kinder- und Jugendliteratur nicht thematisiert wurde. Dies änderte sich aber im Laufe der Zeit, weshalb sich der erste Teil der Diplomarbeit mit der Frage beschäftigt, seit wann die Trauer, auch in Verbindung mit dem Tod, in der Kinder- und Jugendliteratur behandelt wird. Durch die Recherche zeigte sich, dass vor allem der Paradigmenwechsel am Ende der 1960er Jahre zu einer veränderten Thematik der Kinder- und Jugendliteratur führte. Man begann Kinder und Jugendliche auch mit Themen zu konfrontieren, von denen man früher glaubte, sie seien nicht für Kinder bestimmt. Das Thema Tod wurde schließlich von Astrid Lindgren mit Die Brüder Löwenherz 1973 in einem Kinderbuch behandelt, wodurch auch andere Autorinnen und Autoren wie Elfie Donnelly begannen, sich diesem Thema für Kinder und Jugendliche zu widmen. Vor allem diese Entwicklung vom Nichtvorhandensein der Themen Tod und Trauer bis hin zur heute zahlreichen Beschäftigung in kinder- und jugendliterarischen Werken wird gezeigt. Im zweiten Teil erfolgte ausschließlich die Analyse von Kinderbüchern, ohne die Einbeziehung von Jugendbüchern. Um herauszufinden, auf welche Art und Weise die Darstellung der Trauer erfolgt und wie Kinderbücher zur Trauerarbeit beitragen können, wurden fünf Kinderbücher analysiert. Dabei handelt es sich um Werke von Walter Wippersberg Schlafen auf dem Wind, Peter Härtling Jakob hinter der blauen Tür, Zoran Drvenkar Der Winter der Kinder oder Alissas Traum, Christoph Hein Mama ist gegangen und Rosemarie Eichinger Essen Tote Erdbeerkuchen?. Die Entstehungszeit dieser Werke reicht von 1971 bis 2013, wodurch eine zeitliche Entwicklung sichtbar werden sollte und auch wurde. Die Analyse erfolgte anhand eines Kriterienkatalogs, der die Bereiche Bezugsperson, sprachliche Terminologie, Gefühle und Emotionen, abstrakte Vorstellungen und Trostelemente untersuchen sollte. Anhand der Analyse zeigte sich, dass wesentliche Merkmale dieser Bereiche immer in mehreren Kinderbüchern vorkamen. Vor allem die beiden älteren Werke von Wippersberg (1971) und Härtling (1983) wiesen zahlreiche Gemeinsamkeiten auf. Ebenso die drei neueren von Drvenkar (2000), Hein (2003) und Eichinger (2013) zeigten eine ähnliche Form auf, wodurch eine zeitlich veränderte Darstellung und Bearbeitung des Themas Trauer in Kinderbüchern erkennbar wurde.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Trauerarbeit Trauer Trauerbewältigung Kinder- und Jugendliteratur Kinderbuchanalyse
Autor*innen
Andrea Baumann
Haupttitel (Deutsch)
Trauerarbeit - Vom Tabu zu einem relevanten Thema der Kinder- und Jugendliteratur
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
111 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ernst Seibert
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC13739558
Utheses ID
40069
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1